Am 30. April musste die Karlsruher Polizei zur Wertstoffstation Neureut ausrücken. Dort hatte ein engagierter Bürger einen kranken, verwahrlosten Hund entdeckt. Vom Besitzer fehlte jede Spur und so wurde das Tier in die Obhut des „Tierschutzvereins Karlsruhe und Umgebung“ übergeben.

Tierheime Karlsruhe. (Archivbild)

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Tierheime Karlsruhe. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

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Tierheime Karlsruhe. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

Anfragen für Picolini gehen beim Tierheim ein

Picolini wartet noch immer auf ein neues Zuhause. Laut Steffi Golz, Hundebeauftragte beim „Tierschutzverein Karlsruhe und Umgebung“ soll zwar mittlerweile einige Anfragen geben, jedoch müssen diese noch unabhängig geprüft werden.

Suche hält an: Wo steckt der Täter?

Die Identität des Täters verbleibt zum aktuellen Stand (21. Mai) weiter unbekannt. Hinweise gingen zwar beim Tierschutzverein ein, doch weitere Informationen dürfen laut Golz noch nicht veröffentlicht werden. Ganz aufgeben will der Tierschutzverein die Suche nicht. Denn die Erfahrung zeigt: Selbst, wenn ehemalige Halter zunächst untergetaucht scheinen, gibt es immer wieder Fälle, in denen sie sich später dennoch melden. Die Halter ausgesetzter Tiere müssen nämlich nicht immer zugleich auch Täter sein. Dass dies in Picolinis Fall zutreffe, schätzt Golz jedoch als eher unwahrscheinlich ein.

Zur Erinnerung: Das Aussetzen von Tieren in Deutschland stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro bestraft werden kann.

Tierheim. (Archivbild)

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Foto: Anya Barros

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Tierheim. (Archivbild)
Foto: Anya Barros

Keine Meldepflicht in Deutschland

Picolini ist im rumänischen Haustierregister registriert. In Rumänien besteht eine Meldepflicht von Haustieren. In Deutschland ist dies nicht der Fall, weshalb der Hund hier auch nicht registriert wurde. Das erschwere die Suche nach dem alten Halter.

Doch was der Halter versäumt hat, hat der Tierschutzverein selbst nachgeholt und Picolini offiziell im deutschen Haustierregister aufgenommen.

Bukarest. (Symbolbild)

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Bukarest. (Symbolbild)
Foto: Françoise Hauser/dpa-tmn

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Foto: Françoise Hauser/dpa-tmn

Die EU hat bereits in der Vergangenheit entsprechende Regelungen vorangetrieben, darum könnte eine Meldepflicht auch bald in Deutschland herrschen.

Gute Nachrichten: Picolini auf dem Weg der Besserung

„Der Hund hat bei uns seither an Gewicht zugenommen. Er wog zu Beginn 2,9 kg und mittlerweile sind es etwas mehr als 3,5 kg.“, sagt Golz, auf Nachfrage der Redaktion am 18. Mai. Trotz des guten Fortschritts ist der Chihuahua jedoch noch nicht am Ende seiner Genesungsreise angekommen. So müssen nach Erreichen des Idealgewichts sowohl Augen und Zähne untersucht und behandelt werden. Die Haut befand sich laut Golz bereits in Behandlung.

Hinweise an das Veterinäramt 

Sollte jemand den Hund erkennen und Hinweise zur Herkunft des Tieres haben, dann bittet das Veterinäramt der Stadt Karlsruhe um Kontaktaufnahme per E-Mail unter luv@oa.karlsruhe.de oder telefonisch über die Behördennummer 0721/115 Derzeit benötigt der Hund eine engmaschige tierärztliche Überwachung. Vermittlungsanfragen für diesen Hund können an tiervermittlung@oa.karlsruhe.de gerichtet werden.