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Sehr lange sah es in der Daikin Handball-Bundesliga diese Saison so aus, als würde der SC Magdeburg ganz entspannt Deutscher Meister werden. Den ersten Meister-Matchball nutzt der Champions-League-Sieger auch direkt – doch es ist brutal eng. Im direkten Duell gegen den Tabellenzweiten SG Flensburg-Handewitt spielt die Mannschaft von Star-Trainer Bennet Wiegert 31:30, es ist genau der Sieg, der zum Titel-Gewinn reicht. Es ist ein überragendes, hochklassiges Topspiel! In einem echten Krimi zeigt die SG, dass sie an guten Tagen eben auch Weltklasse ist.

Foto: Dyn

Angeführt von den deutschen Nationalspielern Johannes Golla und Marko Grgic, den dänischen Weltmeistern Simon Pytlick und Emil Jakobsen und dem überragenden Torwart-Duo Benjamin Buric und Kevin Möller hält die SG das Spiel – und damit die Liga – bis zur letzten Sekunde spannend. Für den SCM wäre es die erste Heim-Niederlage in der Festung Getec Arena seit März 2025 gegen die Füchse Berlin gewesen. Doch die Nervenstärke von Oldie Philipp Weber und die entscheidende Parade von Sergey Hernandez sichern den Titel. Weber sagt nach dem Spiel bei Dyn-Moderatorin Lea Rostek: „Gerade für mich als Magdeburger Junge ist das was unfassbar Schönes. Auch heute, wir waren eigentlich tot mit vier Minus. Dann haben wir doch die Symbiose hinbekommen, wir sind keine Mannschaft, die den Kopf hängen lässt. Ich denke mal, heute wird’s schon ein bisschen knallen.“ Der SCM tritt am Sonntag als Meister bei den Rhein-Neckar Löwen an, die Partie ist bei WELT TV im Free-TV zu sehen, BILD.de zeigt den HBL-Knaller im kostenlosen Live-Stream (15 Uhr).

Handball: SC Magdeburg macht Titel gegen SG Flensburg-Handewitt klar

Es ist ein echter Titel-Krimi am Donnerstagabend! Magdeburg führt 5:3, dann ist Flensburg 11:8 vorne, zur Pause steht es 13:13. In der zweiten Hälfte läuft Magdeburg fast immer einem Rückstand hinterher – auch, weil die Siebenmeterquote mal wieder unterirdisch ist. Gleich fünf (!) Strafwürfe lassen die Wiegert-Jungs liegen. Ausgerechnet der sonst nicht eingesetzte Routinier Philipp Weber verwandelt die letzten beiden, stellt 68 Sekunden vor Schluss auf 30:30. In diesem Moment ist Magdeburg Meister, die ganze Halle steht – selbst Bundestrainer Alfred Gíslason. Der Krimi wird immer irrer: Magdeburg-Hernandez hält gegen Grgic, der Ball prallt zu Lagergren, der allein aufs Tor zugeht und die Meisterschaft in der Hand hat. Doch der Schwede wirft an den Pfosten! Flensburg hat noch eine Chance – doch der Ball wird abgefangen! Saugstrup macht sogar noch das 31:30 – Aus! Der SC Magdeburg ist zum vierten Mal Deutscher Meister!