Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1x
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Von Germering bei München in die weite Welt: Die ARD-Dokumentation „Mit dem Herz in der Hand“ rekonstruiert die 30-jährige Geschichte der Sportfreunde Stiller – und wie die Band fast zerbrach.
„Gymnasiasten-Rock aus München“: So lautet die Kritik zum ersten Album der „Sportfreunde Stiller“, lange bevor die drei Jungs aus Germering bei München zum Soundtrack der WM 2006 wurden. Diesen Weg zeichnet die neue Doku „Sportfreunde Stiller – Mit dem Herz in der Hand“ (ab dem 28. Mai in der ARD Mediathek) nach.
Dazu gibt es Archivmaterial, TV-Aufzeichnungen sowie private Momente vor und hinter der Bühne. Die Zuschauer sehen den nahezu kometenhaften Aufstieg der Band, die 2006 zum Abschluss der WM sogar vor dem Brandenburger Tor spielte. 2009 folgte ein aufwendig inszenierter Auftritt bei „MTV Unplugged“, bei dem die Gruppe mit Udo Jürgens seinen Klassiker „Ich war noch niemals in New York“ performte. 2013 erschien mit „New York, Rio, Rosenheim“ eines ihrer erfolgreichsten Alben. Schließlich legten sie 2017 eine Pause ein – zunächst auf ungewisse Zeit.
Sportfreunde Stiller – die Anfänge
Bei dem Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre erzählen neben den Bandmitgliedern selbst auch viele alte Wegbegleiter von ihrer Zeit mit der Gruppe. Darunter ist zum Beispiel Joko Winterscheidt, dessen eigene Karriere im Fernsehen als Praktikant mit einem Beitrag über ihre erste Tour begann.
Doch zunächst geht es ins Jahr 1995: Damals musste Peter Burgger (Gesang, Gitarre) laut eigener Aussage „einsehen, dass er kein Fußballprofi wird“. Er studierte Sport und lernte Florian „Flo“ Weber (Schlagzeug) kennen, mit dem er sich auf Anhieb verstand. Im legendären Münchner Club „Atomic“, der 2015 seine Pforten schließen musste, trafen sie schließlich ihren späteren Bassisten Rüdiger Linhof. Die Band benannte sich nach ihrem ehemaligen Fußballtrainer Hans Stiller. „Beim Sport findet man Freunde fürs Leben“, zitiert ihn Florian Weber.
Vom Festival-Liebling zur „Fußballband“
Es folgen weitere Rückblenden und Karriereschritte: Auftritte auf kleineren Festivals, die erste Single und schließlich auch das erste Album. „Wir waren drei junge Männer, die auf die Pauke hauen wollten“, beschreibt Rüdiger Linhof die Anfangsjahre.

