04 DHfK Leipzig Melsungen  Enttäuschung Ebner Rogan DSC_4179

Stand: 21.05.2026 • 21:29 Uhr

Der Bundesliga-Abstieg der Handballer des SC DHfK Leipzig rückt immer näher. Am Donnerstag verloren die Grün-Weißen das erste von drei ausgerufenen Endspielen in eigener Halle deutlich gegen die MT Melsungen.

Für die Handballer des SC DHfK Leipzig sind die Chancen auf den Klassenerhalt in der Bundesliga weiter geschwunden. Das Team von Trainer Frank Carstens verlor zum Auftakt des drittletzten Spieltags vor heimischer Kulisse gegen die MT Melsungen mit 27:33 (12:13) und bleibt mit 13:51 Punkten Tabellenletzter.

Rechtsaußen Staffan Peter war vor 4.495 Zuschauern mit sieben Toren der beste Werfer des SC DHfK. Gewinnt Konkurrent Wetzlar am Sonnabend gegen Erlangen, ist Leipzig nur noch theoretisch zu retten.

Lukas Binder schwer enttäuscht nach der Niederlage im ersten von drei erhofften Endspielen.

Guter SC-DHfK-Start versandet

Die Leipziger entwickelten über den Rückraum zunächst viel Durchschlagskraft und führten nach 15 Minuten mit 8:5. In der Folge wurde das Angriffsspiel jedoch deutlich statischer, zudem scheiterten die Gastgeber nun wiederholt an Melsungens Torwart Nebojsa Simic. Acht torlose Minuten der Leipziger nutzten die Gäste, um beim 11:10 (25.) erstmals in Führung zu gehen.

Melsungens Keeper Simic (re.) stellte die Leipziger immer wieder vor Aufgaben. Seine Paradenquote betrug 38 Prozent.

Kurzes Aufbäumen bringt keine Wende

Nach der Pause setzten sich die Nordhessen schnell auf 17:12 (34.) ab. Ein 4:1-Lauf zum 16:18 (38.) ließ bei den Leipzigern zwar kurzzeitig Hoffnung aufflackern, doch die körperlich und spielerisch überlegenen Gäste bekamen die Partie schnell wieder in den Griff und zogen bis zur 50. Minute vorentscheidend auf 26:19 davon.

Vor allem nach der Pause kam Melsungen immer wieder durch.

Carstens: „Schafften es ab der 35. Minute nicht mehr, uns wirklich dagegenzustemmen“

Leipzigs Trainer Frank Carstens sagte: „Warum wir nur eine Halbzeit mithalten konnten? Weil Melsungen direkt nach der Pause zwei, drei sehr gute Entscheidungen trifft und wir genau das nicht machen. In der Defensive kriegen wir keinen Druck mehr auf das Spiel gegen sechs, da hat uns die Intensität gefehlt, die wir in der ersten Halbzeit noch hatten. Wir haben zwar weitergekämpft und sind gelaufen, aber als Mannschaft haben wir es ab der 35. Minute nicht mehr geschafft, uns wirklich dagegenzustemmen.“

Teilweise war es in der Arena ziemlich still. Es könnte das zunächst vorletzte Heimspiel in der Bundesliga gewesen sein. In dieser Spielzeit konnten die Grün-Weißen bisher erst zwei Heimpartien gewinnen.

dpa/cke

Mitteldeutscher Rundfunk