Altkreis Halle. Teamgeist, Kommunikation, Konfliktlösung, Empathie, Verantwortungsbewusstsein – beim Sport werden besondere soziale Fähigkeiten ohnehin gefördert. Vor allem Mannschaftssportarten lehren den Umgang mit Sieg und Niederlage, Respekt vor Regeln sowie fairen Umgang miteinander. Jetzt startet das Haller Kreisblatt ein Projekt, bei dem Fair-Play, Inklusion und Integration auf dem Platz, ein Ehrenamt nach Abpfiff oder Fankultur ohne Ausgrenzen in den Mittelpunkt gerückt werden. Unterstützt wird das Projekt von der Heristo AG.

Wer kann mitmachen?

Ab September lässt das Haller Kreisblatt bis Mai nächsten Jahres neun Mal die „Jugendmannschaft des Monats“ wählen. In unserem Verbreitungsgebiet Halle, Steinhagen, Werther, Versmold und Borgholzhausen sind alle Jugendmannschaften in allen Sportarten zum Mitmachen aufgerufen: Fußball, Handball, Tennis, Tischtennis, Basketball, Golf, Badminton, Leichtathletik, Schwimmen, Schach, Bogenschießen, Turnen, Tanzen, Judo, Karate, Reiten, Boxen usw. Gesucht werden allerdings nicht die Mannschaften, die in der Tabelle ganz oben stehen, sondern die, die auf andere Weise Bemerkenswertes leisten. Beispiele für besondere Engagements gibt es viele:

Fair-Play-Geste des Monats

Die Idee: Eine Jugendmannschaft, die in entscheidenden Momenten bewusst auf einen Vorteil verzichtet hat und beispielsweise ein Tor zurückgenommen oder einen verletzten Gegner erstversorgt hat, erhält eine Auszeichnung für gelebte Sportethik.


Annette Vogt ist Lauf-Influencerin ("Fight your Schweinehund") und avanciert immer mehr zur Unternehmerin. - © Annette Vogt

Annette Vogt ist Lauf-Influencerin („Fight your Schweinehund“) und avanciert immer mehr zur Unternehmerin.
| © Annette Vogt

Inklusion auf dem Platz

Idee: Ein Team integriert Kinder mit Behinderung oder besonderem Förderbedarf in Training/Spielbetrieb (beispielsweise Unified-Teams, Assistenzrollen, barrierearme Trainingskonzepte).

Integration durch Sport Idee: Eine Mannschaft bindet geflüchtete oder zugewanderte Kinder ein. Unter anderem werden beispielsweise Sprachpatenschaften, Kleidung und Schuhe organisiert oder Ämtergänge unterstützt.

Grün spielt mit: Nachhaltigkeits-Team Idee: Ein Team setzt konsequent auf Nachhaltigkeit und startet seine Anreise zu (Auswärts-)Spielen klimafreundlich mit dem Fahrrad oder per ÖPNV, nutzt Mehrwegflaschen, veranstaltet Trikot-Tauschbörsen oder Müllsammelaktionen.

Anti-Mobbing-Kapitänsrunde Idee: Eine Mannschaft etabliert einen Verhaltenskodex, moderiert Konflikte, führt Workshops zu Respekt, Cybermobbing und Umgang in WhatsApp-Gruppen durch.


Ex-Radrenn-Profi Jörg Ludewig sitzt ebenfalls mit in der Jury. - © Andreas Gerth

Ex-Radrenn-Profi Jörg Ludewig sitzt ebenfalls mit in der Jury.
| © Andreas Gerth

Helfende Hände – Ehrenamt nach dem Abpfiff Idee: Ein Team engagiert sich außerhalb des Sports und organisiert Tafel-Einsätze, Seniorenheim-Besuche, Stadtteil-Putzaktionen oder Benefizläufe für lokale Projekte.

Erste Hilfe als Teamkultur Idee: Die Jugendmannschaft absolviert gemeinsam Erste-Hilfe- beziehungsweise Reanimationskurse, erstellt Notfallpläne, übt mit dem Defibrillator und teilt Wissen an andere Teams.


Pascal "Qualle" Martin, Schiedsrichter-Influencer mit mehr als 1,6 Millionen Followern plattformübergreifend, sitzt mit in der Jury. Sein Motto: “Seid ein Vorbild auf und neben dem Spielfeld! Zusammen können wir Großes erreichen.” - © @ Pascal Martin

Pascal „Qualle“ Martin, Schiedsrichter-Influencer mit mehr als 1,6 Millionen Followern plattformübergreifend, sitzt mit in der Jury. Sein Motto: “Seid ein Vorbild auf und neben dem Spielfeld! Zusammen können wir Großes erreichen.”
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Chancen geben – Ausrüstung für alle Idee: Ein Team organisiert einen Spenden-/Leihpool für Ausrüstung, damit die finanzielle Situation von Familien nicht über Teilhabe entscheidet. Unter anderem ist ggf. eine Kooperation mit Sportgeschäften möglich.

Mädchen stärken im gemischten Team Idee: Über eine gemischte Jugendmannschaft werden Mädchen gezielt gefördert – es gibt ein Mentoring, Trainingszeiten werden angepasst, sichere Räume geschaffen und mindestens eine weibliche Co-Trainerin engagiert. Zugleich wird aktiv für Gleichstellung geworben.

Fankultur ohne Ausgrenzung Idee: Ein Team etabliert eine positive Fankultur: Es gibt selbst gestaltete, respektvolle Choreos, eine klare Haltung gegen Rassismus und Queerfeindlichkeit, null Toleranz bei Schmähgesängen.


Dennis Eilhoff, ehemaliger Torwart von Arminia Bielefeld, stimmt über die sozialen Projekte von Jugendmannschaften mit ab. - © Wolfgang Rudolf

Dennis Eilhoff, ehemaliger Torwart von Arminia Bielefeld, stimmt über die sozialen Projekte von Jugendmannschaften mit ab.
| © Wolfgang Rudolf

Sportlegenden in der Jury

Für die Jury haben wir zahlreiche regionale wie international bekannte Persönlichkeiten gewonnen: Dazu zählen Thomas Helmer (Fußball-Europameister und mittlerweile Moderator bei Sport1), Pascal „Qualle“ Martin (Schiedsrichter-Influencer), Susen Tiedtke (Olympionikin), Hans-Jürgen Laufer (Ehrenpräsident Arminia Bielefeld), Jörg Ludewig (Ex-Radrenn-Profi), Christian „Blacky“ Schwarzer (Ex-Handball-Weltmeister), Henning Fritz (Ex-Handball-Weltmeister und erster Torwart, der zum Welthandballer gewählt wurde), Hans Feuß (Vorsitzender des Kreissportbundes Gütersloh), Jochen Vahle (Chef Kinderrockband Randale), Annette Vogt (Lauf-Influencerin „Fight your Schweinehund“), Fynn Hessenkämper (Golf-Profi), Mitch Kniat (Trainer Arminia Bielefeld), Dennis Eilhoff (Ex-Torhüter von Arminia Bielefeld) sowie Vertreter der Heristo AG und Redakteure der HK-Redaktion.

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Wann starten die Bewerbungen?

Während wir beim Haller Kreisblatt den Sommer über die Jurymitglieder porträtieren, haben die Sportvereine Zeit, die Kinder und Jugendlichen zu inspirieren, damit eine Teilnahme an dem Projekt möglich wird. Ab September starten dann die Wahlen: Jeweils bis zum 15. eines Monats nehmen wir Bewerbungen entgegen; drei davon leiten wir an die Jury weiter.

„Sei ein Vorbild auf und neben dem Spielfeld“


Torwart-Legende Henning Fritz ist gerne mit dabei, wenn unter der Federführung des Haller Kreisblatts soziales Engagement von jungen Sportlerinnen und Sportlern ausgezeichnet wird. - © dpa

Torwart-Legende Henning Fritz ist gerne mit dabei, wenn unter der Federführung des Haller Kreisblatts soziales Engagement von jungen Sportlerinnen und Sportlern ausgezeichnet wird.
| © dpa

Wer gewinnt und gibt es auch Preise?

Die Mannschaft, die am Ende des Monats von den Jury-Mitgliedern die meisten Stimmen bekommen hat, gewinnt. Jede Gewinnermannschaft wird mit einem großen Artikel im Haller Kreisblatt vorgestellt – also in Print, auf der Webseite sowie auf allen Social-Media-Kanälen mit Fotostrecken und Videos. Obendrein winken während der Laufzeit des Projekts besondere Preise und besondere Aktionen.

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Zusammen können wir Kindern und Jugendlichen zeigen, wie wichtig soziales Engagement und Fair Play sind. Unsere Bitte deshalb: Tragen Sie diese Idee in Ihre Vereine, in die Abteilungen, werben für das Projekt, entwickeln eigene Ideen und teilen unsere Beiträge zu diesem Projekt auf den Social-Media-Kanälen. Dann haben wir die große Chance, gemeinsam mit Sportlegenden ein Zeichen für einen starken und verantwortungsbewussten Sport-Altkreis Halle zu setzen. Und freuen uns jetzt schon auf die Projekte.

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