Rubio: Kaum Chancen auf friedliche Einigung mit Kuba

US-Außenminister Marco Rubio sieht kaum Chancen auf eine friedliche Einigung mit Kuba. Zwar bevorzuge die Regierung in Washington stets eine Verhandlungslösung, sagte Rubio am Donnerstag. Angesichts der aktuellen Führung in Havanna sei die Wahrscheinlichkeit dafür jedoch gering. Sollte es dort zu einem Umdenken kommen, stehe Washington bereit. „Bis dahin werden wir tun, was nötig ist“, erklärte der Außenminister vor seiner Abreise zu einem Nato-Treffen in Schweden.

US-Außenminister Marco RubioVergrößern des BildesDie Eltern von US-Außenminister Marco Rubio sind einst selbst aus Kuba in die Vereinigten Staaten eingewandert (Archivbild) (Quelle: Mark Schiefelbein/AP/dpa/dpa-bilder)

US-Präsident Donald Trump strebt einen Machtwechsel in dem Karibikstaat an, der seit der Revolution von 1959 kommunistisch regiert wird. Die Beziehungen der beiden langjährigen Rivalen aus dem Kalten Krieg hatten am Mittwoch einen neuen Tiefpunkt erreicht: Die USA erhoben Mordanklage gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro. Ungeachtet der Spannungen hat Kuba Rubio zufolge jedoch ein US-Angebot für humanitäre Hilfe in Höhe von 100 Millionen Dollar angenommen.

China stellt sich vor Kuba

China hat die USA aufgefordert, ihre „Drohungen“ gegen Kuba einzustellen. Hintergrund ist die Mordanklage gegen den früheren kubanischen Staatschef Raúl Castro in den Vereinigten Staaten. US-Ermittler werfen dem 94-Jährigen vor, am Abschuss zweier Flugzeuge im Jahr 1996 beteiligt gewesen zu sein. Dabei kamen vier Menschen ums Leben.

Die Trump-Regierung erhöht seit Monaten den Druck auf Kuba. Zuletzt verhängten die USA neue Sanktionen gegen den Inselstaat und verschärften Beschränkungen für Ölimporte. Trump hatte mehrfach erklärt, Kuba stehe kurz vor dem Zusammenbruch. China stellte sich nun demonstrativ hinter die kommunistische Führung in Havanna und kritisierte den Einsatz von Sanktionen sowie „Zwangsmaßnahmen“ durch Washington.

Die Beziehungen zwischen China und Kuba haben sich in den vergangenen Jahren deutlich vertieft. Seit einem Besuch von Staatschef Xi Jinping 2014 investierte Peking in Infrastrukturprojekte auf der Karibikinsel. Beobachter sehen die Unterstützung Chinas auch als geopolitisches Signal an die USA, die ihren Einfluss in Lateinamerika zuletzt wieder stärker ausbauen wollen.

Tucker Carlson spottet über Trump

Der frühere Fox-News-Moderator Tucker Carlson hat US-Präsident Donald Trump erneut scharf kritisiert. In seinem Podcast verspottete Carlson Trump dafür, mit angeblich 99 Prozent Zustimmung in Israel zu prahlen, während seine Umfragewerte in den USA deutlich schlechter ausfielen.

imago images 0843137081Vergrößern des BildesTucker Carlson (Archivbild): Der ehemalige Fox-News-Moderator bereut es, Trump in der Vergangenheit unterstützt zu haben. (Quelle: IMAGO/Charles-McClintock Wilson)

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