Verdi fordert für die rund 53.000 Beschäftigten 220 Euro mehr pro Monat bei zwölf Monaten Laufzeit und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 200 Euro.

Die Gewerkschaft will nach eigenen Angaben mit dem erneuten Warnstreik auf den Verlauf der ersten Verhandlung reagieren. Diese seien ohne Angebot seitens der Arbeitgeber verlaufen. „Die Beschäftigten im Großhandel sorgen jeden Tag dafür, dass die Hauptstadtregion mit lebenswichtigen Gütern versorgt wird“, sagte Foullong. Trotz dieser verantwortungsvollen Aufgabe werde das Geld am Ende des Monats knapp. „Wir erwarten von den Arbeitgebern ein Angebot, dass eine echte Erhöhung der Realeinkommen bedeutet.“

Die Arbeitgeber wiesen zuletzt die Forderung nach höherem Entgelt zurück. „Die Branche verzeichnet zunehmend Insolvenzen und täglichen Beschäftigungsabbau“, sagte der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands für Großhandel und Dienstleistungen, Christian Kärgel, der dpa am vergangenen Freitag. Die Forderung nach Entgelterhöhung von zum Teil mehr als sieben Prozent ignoriere die Situation. „Sie ist für die Unternehmen schlicht nicht finanzierbar.“

Die nächste Verhandlungsrunde steht am kommenden Dienstag an.