„Der letzte Abschnitt mit rund einem Kilometer Länge am Hardtufer soll nun mit natürlichen Strukturen versehen werden“, teilt eine Sprecherin des Verbandes mit.

Gemeinsam mit der Stadt Wuppertal wird das Flussbett ökologisch wertvoller gestaltet. So sollen sich die Lebensbedingungen für Fische und Kleinstlebewesen verbessern. Konkret geht es um den Bereich, der sich von der Agentur für Arbeit bis hinter die Gerichtsinsel erstreckt.

Die Arbeiten sollen am kommenden Dienstag, 26. Mai, beginnen und je nach Witterung und Wasserstand etwa drei Monate in Anspruch nehmen. Große Steine kommen dabei zum Einsatz, die für eine natürlichere Struktur sorgen sollen und Bereiche mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten schaffen. „Hinter den Steinen entstehen ruhigere Bereiche, die von Fischen als Ruhezonen oder Laichplatz genutzt werden können“, erläutert die Sprecherin. Zudem würden sogenannte Gumpen ausgehoben, das sind etwas tiefere Bereiche, die für Strömungsvarianzen sorgen und die Strukturvielfalt der Sohle erhöhen. Gumpen bieten Lebensraum für Fische, Insektenlarven und Kleinstlebewesen.

Die Baustellenzufahrt befindet sich gegenüber der Agentur für Arbeit. Hier wird ein Teil des Wupperzugangs abgesperrt. Es verbleiben dennoch Sitzbereiche für Freizeitgäste. Zudem finden die Arbeiten ausschließlich an Werktagen tagsüber statt. Voraussichtlich werden auch ein bis zwei Stellplätze am Arbeitsamt für die Baufahrzeuge benötigt. Der Wupperverband weist darauf hin, dass es in diesem Rahmen zu einer Trübung der Wupper durch aufgewirbeltes Sediment kommen kann.

Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, ist das letzte Stück von 15 km Wupper im Wuppertaler Stadtgebiet in Kooperation von Stadt und Wupperverband naturnah umgestaltet. Auch Unternehmen haben das Projekt entlang ihrer Grundstücke und Firmengelände unterstützt. Der Stadtfluss wird seit dem Jahr 2006 schrittweise umgestaltet.

Die Investitionen für den aktuellen Bauabschnitt betragen 450 000 Euro. Die Maßnahme zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wird zu 80 Prozent vom Land NRW gefördert. june