Für letztes Heimspiel

Fan kauft teures Werder-Ticket – böse Überraschung

22.05.2026 – 09:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Choreo der Werder-Fans gegen Dortmund: Der Platz eines Mannes aus dem Allgäu blieb leer – er durfte nicht ins Stadion.Vergrößern des Bildes

Die Choreo der Werder-Fans gegen Dortmund: Der Platz eines Mannes aus dem Allgäu blieb leer – er durfte nicht ins Stadion. (Quelle: IMAGO / osnapix)

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Ein Fußballfan aus dem Allgäu wollte Werder Bremen im Weserstadion gegen Borussia Dortmund sehen. Doch vor Ort erlebte der Mann eine bittere Enttäuschung.

Mehr als 760 Kilometer trennen den kleinen bayerischen Ort Kaltental im Ostallgäu und das Bremer Weserstadion voneinander. Mit dem Auto benötigt man mindestens siebeneinhalb Stunden für die Fahrt. Ein 46 Jahre alter Mann nahm die lange Tour trotzdem auf sich, um das Spiel zwischen dem SV Werder und Borussia Dortmund am vergangenen Samstag (16. Mai) zu sehen.

Doch trotz eines fast 180 Euro teuren Tickets kam der Fußballfan nicht auf seinen Platz. Er wurde offenbar Opfer eines Betrugs im Internet, wie die Polizei mitteilte.

Ticket für Werder-Spiel über Drittanbieter gekauft

Am Einlass stellte sich heraus, dass die Karte des 46-Jährigen gar nicht gültig war. Es handelte sich dabei um ein E-Ticket, das der Mann über eine Onlineplattform gekauft hatte. Er erstattete Strafanzeige.

Tatsächlich ist es laut Werder Bremen verboten, Eintrittskarten für das Weserstadion über Plattformen wie „Viagogo“ oder „Kleinanzeigen“ zu verkaufen. Wird der Verein darauf aufmerksam, ist er berechtigt, die betroffenen Karten „entschädigungslos zu sperren und zu stornieren“, heißt es in den Geschäftsbedingungen. Der Zutritt zum Stadion wird in solchen Fällen verweigert – wie es dem 46-Jährigen aus dem Allgäu passiert ist. Wenn Fans ihre Tickets verkaufen wollen, ist das nur über den offiziellen Zweitmarkt des Vereins gestattet.

Online-Ticketbörsen erheben oft extrem hohe Aufschläge, sodass die Eintrittskarten deutlich über dem Originalpreis liegen. Nicht nur Werder Bremen sieht das kritisch: Erst im Januar 2026 setzte der FC St. Pauli vor Gericht durch, dass „Viagogo“ nur noch Karten für Spiele am Millerntor verkaufen darf, wenn klar gekennzeichnet wird, dass diese Tickets nicht zum Eintritt berechtigen.