In Teilen von Kalkum erneuert die Netzgesellschaft seit Januar 2023 Versorgungsleitungen für Wasser, Gas, Strom und öffentliche Beleuchtung. Zunächst waren die Viehstraße und der Gerichtsschreiberweg dran, dann haben die Arbeiten in den angrenzenden Straßen begonnen. „Die Arbeiten erfolgen im Zuge der Erschließung von mehreren Einfamilienhäusern am Gerichtsschreiberweg und an der Unterdorfstraße“, teilte Anfang 2025 eine Sprecherin der Netzgesellschaft mit. Anwohner hatten sich damals über die lange Bauzeit beschwert, deren Abschluss daraufhin für Ende 2025 angekündigt wurde – und somit später als ursprünglich geplant. Als Gründe für die Verzögerungen wurden unter anderem Engpässe bei Materiallieferungen und ungünstige Witterungsverhältnisse genannt, die zu Bauzeit-Unterbrechungen geführt hätten.

Doch erneut konnte der Zeitplan nicht eingehalten werden, noch immer sind die Straßen nicht wiederhergestellt, was die Grünen in der Bezirksvertretung 5 nun zu einer Anfrage an die Verwaltung veranlasste. Sie wollten unter anderem erfahren, wann nun ein Ende zu erwarten sei und welche Gründe zu der weiteren Verzögerung geführt haben.

Die Verwaltung teilt dazu mit, dass es bei Spülbohrungen, die 2025 durchgeführt wurden, durch Hindernisse im Untergrund zu Beeinträchtigungen kam. „Am 10. März 2026 gab es ein Anwohnerschreiben der Netzgesellschaft, in dem über diesen Umstand informiert wurde, verbunden mit der Ankündigung, dass die neuen Spülbohrungen am 13. März 2026 beginnen werden. Aufgrund eines Maschinenschadens verzögerte sich der Start erneut“, so die Verwaltung. Laut Netzgesellschaft hätten die Arbeiten am 7. April 2026 begonnen, wurden jedoch wieder abgebrochen, da im Düsseldorfer Norden eine andere Stelle priorisiert behandelt und dazwischengeschoben werden musste.

Jetzt sollen die Arbeiten erst im Juni/Juli wieder fortgesetzt werden und nach Start etwa drei Wochen andauern. Im September sollen dann die Straßenoberfläche in der Unterdorfstraße, Viehstraße und Am Klompenkothen wiederhergestellt werden. „Eine darüber hinausgehende Umgestaltung der Straße ist derzeit nicht geplant. Dafür stehen aktuell weder die personellen noch die organisatorischen Kapazitäten zur Verfügung. Zudem würde eine Umplanung den zeitnahen Abschluss der notwendigen Instandsetzungsarbeiten erheblich verzögern“, so die Verwaltung. Die Grünen hatten unter anderem die Pflanzung von Straßenbäumen zur Klimaanpassung und gekennzeichnete Parkstände zur Geschwindigkeitsreduzierung angeregt.