Aktuelle Studie

Dafür geht der meiste Strom drauf

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22.05.2026 – 10:40 UhrLesedauer: 2 Min.

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Stromzähler (Symbolbild): Deutsche sparen mehr Energie als noch vor einigen Jahren. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)

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Der größte Stromfresser steht oft im Wohnzimmer und läuft länger als gedacht. Die aktuellen BDEW-Zahlen zeigen klare Schwerpunkte beim Verbrauch – und wo Einsparpotenzial liegt.

Haushalte in Deutschland verbrauchen weniger Strom als noch vor fünf Jahren. Das zeigt die aktuelle Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW). Demnach lag der durchschnittliche Stromverbrauch in Haushalten 2025 bei 2.434 Kilowattstunden (kWh) – 2019/20 waren es noch 2.660 kWh.

Besonders bei Einpersonenhaushalten ist der Rückgang mit 18 Prozent deutlich (von 1.900 kWh auf 1.556 kWh). Aber auch Zweipersonenhaushalte sparten beim Strom (von 2.890 kWh auf 2.551 kWh, -11,7 Prozent). Geringer fielen die Einsparungen im Dreipersonenhaushalt aus. Lediglich um 3,8 Prozent ist der Stromverbrauch innerhalb von fünf Jahren zurückgegangen (von 3.720 auf 3.580 kWh).

Fernseher und Spielekonsolen verbrauchen viel Energie

Der meiste Strom wurde von den Haushalten laut Studie für Informations- und Kommunikationstechnik genutzt (712 kWh). Das sind 29 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Deutlich geringer fallen die Verbräuche fürs Waschen und Trocknen (306 kWh), Beleuchten (298 kWh) und Kühlen (247 kWh) aus.

Haushalte können hier sparen, indem sie den Stand-by-Modus bei ihren Geräten möglichst vermeiden. Fernseher, Spielekonsole und Co. sollten zudem nur eingeschaltet werden, wenn sie auch genutzt werden. Befindet sich für längere Zeit niemand im Raum, empfiehlt es sich, diese Geräte auszuschalten. Wer einen Balkon oder einen Garten hat, kann seine Wäsche dort kostengünstig auf einem Wäscheständer statt im Trockner trocknen. Und auch der Umstieg von Glühlampen auf LED-Lampen spart einiges an Stromkosten.

Vergrößern des Bildes (Quelle: Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW))

Besondere Verbräuche in Einfamilienhäusern

Bei Einfamilienhäusern stechen noch die spezifischen Zusatzverbräuche hervor. Dabei handelt es sich etwa um Strom für die Umwälzpumpe und die Heizungssteuerung und/oder die Außenbeleuchtung. Diese machen durchschnittlich 176 kWh pro Haushalt im Jahr aus.

Haushalte können den Energieverbrauch, zumindest ihrer Heizung, senken, indem sie etwa die alte Heizungspumpe gegen eine moderne Hocheffizienzpumpe austauschen. Diese Maßnahme reduziert den Pumpenstrombedarf bereits um 75 Prozent. Und auch ein hydraulischer Abgleich senkt den Stromverbrauch der Heizung.

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„Die Auswertung zeigt, 69 Prozent der Haushalte legen Wert auf einen sparsamen Verbrauch“, kommentiert der BDEW die Studienergebnisse. „Erfreulich ist, dass eine große Mehrheit bewusst auf einen sparsamen Verbrauch achtet und viele bereit sind, Strom, wenn möglich, dann zu nutzen, wenn er günstig und erneuerbar verfügbar ist“, ergänzt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Zur Studie

Für die Studie befragte die BDEW-Marktpartnerorganisation HEA rund 8.500 Haushalte. Die Daten wurden zwischen September und Dezember 2025 erhoben. Zudem wurde eine Sonderstichprobe von rund 1.000 Prosumer-Haushalten befragt.