VfB Stuttgart: Rechtsstreit mit Winamax beigelegt – VfB erhält Millionen Winamax war von 2023 bis 2025 Hauptsponsor des VfB. Foto: Pressefoto Baumann

Die Auseinandersetzung zwischen dem VfB und seinem früheren Hauptsponsor ist beendet. Die Summe des anfangs taxierten Streitwerts erhalten die Stuttgarter aber nicht.

Vor genau einem Jahr endete die Zusammenarbeit zwischen dem VfB Stuttgart und Winamax mit einem Knall: Aufgrund ausstehender Zahlungen nahm der Bundesligist den französischen Sportwettenanbieter und Hauptsponsor kurzfristig von den Trikots für das DFB-Pokal-Finale gegen Arminia Bielefeld, wo stattdessen die LBBW vorzeitig einstieg und zu sehen war. Es folgte ein monatelanges juristisches Verfahren, das nun aber offiziell abgeschlossen ist.

Wie Winamax mitteilt, ist vor dem Landgericht Stuttgart eine Einigung erzielt und die Auseinandersetzung damit beigelegt worden. Demnach zahlt das französische Unternehmen mit Sitz in Paris knapp zwei Millionen Euro an den VfB, womit die Summe aber unter dem anfänglichen Streitwert liegt. Diesen hatte das Landgericht mit 2,75 Millionen Euro angegeben.

Der VfB kündigte den Vertrag mit Winamax vorzeitig

In der Mitteilung erneuert Winamax nochmals seine Kritik am VfB, der die vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit unabgestimmt verkündet hatte: „Dem gerichtlichen Verfahren waren seitens des VfB Stuttgart Entwicklungen vorausgegangen, die im Sportsponsoring unüblich sind.“

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Kündigung formal korrekt erfolgte: Der VfB hatte den 2023 abgeschlossenen Dreijahresvertrag 2025 per Klausel vorzeitig gekündigt – und in der Folge in den letzten Monaten des zweiten Vertragsjahres mehrfach vereinbarte Zahlungen zu festgelegten Fristen nicht erhalten. So kam es letztlich zum finalen Zerwürfnis vor dem Finale im Vorjahr zwischen beiden Partien. Nun trennen sich die Wege endgültig.