Newsblog zur US-Politik
Trump-Regierung verschärft Regeln für Green Card
Aktualisiert am 22.05.2026 – 22:04 UhrLesedauer: 16 Min.
US-Präsident Donald Trump: Seine Regierung verschärft immer wieder Bestimmungen für Ausländer. (Quelle: IMAGO/Al Drago – Pool via CNP/imago)
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Eine US-Arbeitserlaubnis wird künftig schwieriger zu bekommen. Trump vereidigt seinen Anhänger Kevin Warsh als Notenbankchef. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Trump unterstützt Abspaltungs-Referendum in Kanada
Die Bewohner und Bewohnerinnen der ölreichen Provinz Alberta sollen per Referendum über einen möglichen Weg hin zu einer von einer Minderheit immer wieder geforderten Abspaltung von Kanada entscheiden. Die Abstimmung solle am 19. Oktober stattfinden, sagte die Premierministerin der Provinz, Danielle Smith, bei einer Fernsehansprache. Dabei dürften die Bewohner und Bewohnerinnen abstimmen, ob ihre Provinz Teil Kanadas bleiben oder ob ein Prozess eingeleitet werden solle, der zu einem rechtlich bindenden weiteren Referendum über eine Abspaltung führt.
Die Provinz mit rund fünf Millionen Einwohnern liegt im Westen des zweitgrößten Landes der Erde und ist bei Touristen vor allem für ihre Nationalparks in den Rocky Mountains beliebt. Eine Bewegung, die unter anderem aus kulturellen und wirtschaftlichen Gründen die Abspaltung von Kanada fordert, gibt es in der als sehr konservativ geltenden Provinz schon länger – allerdings stellt sie Umfragen zufolge nach wie vor eine Minderheit dar. Einige Vertreter der Ölindustrie beispielsweise fühlen sich von Umweltauflagen eingeschränkt.
Aus der US-Regierung von US-Präsident Donald Trump kam bereits Unterstützung für die Bewegung. Alberta-Premier Smith sowie beide großen politischen Parteien des Landes und Premierminister Mark Carney haben sich dagegen bereits deutlich gegen eine Abspaltung ausgesprochen.
Trump-Regierung verschärft Regeln für Green Card
Anträge auf einen dauerhaften Aufenthaltsstatus in den USA sollen nach dem Willen der US-Regierung künftig vor allem aus dem Ausland gestellt werden. Wer sich für eine sogenannte Green Card und damit auf einen dauerhaften Aufenthaltsstatus bewerben möchte, solle dazu in der Regel das konsularische Verfahren im Heimatland nutzen, heißt es in einer Anweisung der zuständigen Einwanderungsbehörde. Effektiv setzt die US-Regierung damit höhere Hürden für den Erhalt der Green Card.
Bisher war es Urlaubern, Studenten oder anderen Besuchern mit begrenztem Aufenthaltsrecht unter bestimmten Bedingungen möglich, sich auch in den USA auf eine Green Card zu bewerben. Nach Angaben der „Washington Post“ geht jährlich mehr als die Hälfte der erteilten Green Cards auf dieses Verfahren zurück. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass die Absicht auf einen längeren Aufenthalt nicht von Beginn an bestand.
„Das wird Tausende und Abertausende von Menschen betreffen“, sagte Elizabeth Goss, die sich als Anwältin für die Rechte von Einwanderern einsetzt, der „Washington Post“. Goss stellte den Schritt als unbegründete Verschärfung dar, die kein Sicherheitsproblem als Ursache habe. Er treffe Menschen, die bereits von den Behörden geprüft worden seien. „Davon betroffen sind Ärzte, Professoren, Forscher und Geschäftsführer.“
