Dazu zählt dem Bericht zufolge die vollständige Kontrolle über die Region Donezk im Osten der Ukraine sowie ein Sicherheitsabkommen mit Europa, das russische Gebietsgewinne faktisch anerkennen würde. Der Kreml bestreitet, dass Putin sich eine Frist gesetzt habe.

Gleichzeitig wächst dem Bericht zufolge in Teilen der russischen Elite die Nervosität. Einige hochrangige Kremlvertreter sollen den Krieg als festgefahren ansehen. Der Russland-Experte Nigel Gould-Davies warnt, Moskau werde zur Fortsetzung des Krieges voraussichtlich eine weitere Teilmobilmachung brauchen.

USA genehmigen Millionenverkauf für ukrainische Flugabwehr

Die USA haben den Verkauf von Ausrüstung im Wert von 108,1 Millionen US-Dollar an die Ukraine genehmigt. Das Paket soll das Flugabwehrsystem Hawk unterstützen, wie das US-Außenministerium mitteilte.

Das Hawk-System ist ein in den USA hergestelltes Luftverteidigungssystem, das Flugzeuge, Drohnen und Marschflugkörper in Entfernungen von bis zu 40–50 Kilometern abfangen kann, abhängig von der jeweiligen Raketenvariante. Die Ukraine erhielt die Waffen bereits Ende 2022 von westlichen Partnern, um ihre Luftverteidigung gegen russische Angriffe zu stärken.

imago images 0853011727Vergrößern des BildesDas Hawk-Flugabwehrsystem im Einsatz in der Ukraine (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Nina Liashonok/imago)

Das Paket umfasst Wartungs-, Reparatur- und Modifikationsleistungen, Ersatzteile, Logistikassistenz und technische Unterstützung für FrankenSAM Hawk-Systeme. Der Verkauf der Ausrüstung erfolgt im Rahmen des Programms für ausländische Militärverkäufe, wobei die in Colorado ansässige Sierra Nevada Corporation als Hauptauftragnehmer fungiert.

Mehr als 30 Verletzte in russisch besetztem Gebiet Luhansk

Im russisch besetzten Gebiet Luhansk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens 35 Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff verletzt worden. Die Drohnen seien in eine Berufsschule und ein Wohnheim in Starobilsk eingeschlagen, in dem sich 86 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren befanden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Leonid Passetschnik im sozialen Netzwerk VK mit. Unter den Trümmern seien noch Minderjährige verschüttet, schrieb er.

Selenskyj berät mit Partnern – welche Rolle spielt Europa?

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will heute mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien über den stockenden Friedensprozess beraten. „Ich habe ein Gespräch mit den Partnern der E3 (Europa 3) geplant“, sagte er in einer Videobotschaft, die in der Stadt Slawutytsch nördlich von Kiew aufgezeichnet wurde.

„Wir werden darüber sprechen, wie unser gemeinsamer Druck und unsere gemeinsame diplomatische Arbeit die Lage real beeinflussen können“, sagte Selenskyj, ohne weitere Details zu nennen. Angaben zum Format des Gesprächs machte er nicht. Weil er in der Ukraine ist, dürfte es auf eine Videoschalte mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Keir Starmer hinauslaufen.