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Berlin – Als Vincent Kompany (40) am Freitagabend auf der Pressekonferenz im Berliner Olympiastadion auf das Ende von Pep Guardiola (55) nach zehn Jahren als Trainer von Manchester City angesprochen wird, hat der Bayern-Trainer erst keine große Lust auf die Frage zu seinem Ex-Trainer. Denn eigentlich ist der Münchner Meister-Coach für den Gewinn des DFB-Pokals am Samstag (20 Uhr/ARD, Sky) gegen den VfB Stuttgart in Berlin.
Dann antwortet Kompany aber doch noch auf die Frage, was Pep für ihn bedeute: „Natürlich ist es schwierig, weil wir morgen ein DFB-Pokalfinale haben. Ich habe meine eigene Persönlichkeit, meinen eigenen Charakter. Aber dieses Vertrauen und diesen Glauben, dass ich Trainer werden könnte, habe ich Pep zu verdanken. So groß ist sein Einfluss.“
Überraschende Kompany-Sätze zum Pep-Ende
Was dann folgt, sind überraschende Sätze von Kompany, der von 2016 bis 2019 unter Guardiola beim Premier-League-Klub spielte und auch City-Kapitän war. Der Bayern-Trainer: „Es war für mich ein Geschenk, dass ich in dieser Zeit mit ihm arbeiten durfte. Und ich weiß, dass ich ihm diesen Hunger zu verdanken habe, Trainer zu werden – durch diese Jahre, die ich mit Pep erlebt habe. Obwohl morgen das DFB-Pokalfinale ist, verdient er auch diese Worte.“

Vincent Kompany (40) mit Pep Guardiola (55/r.)
Foto: picture alliance/DPPI media
Anschließend gesteht Kompany: „Ich war vielleicht nicht der Spieler in der Kabine, der sein bester Freund war oder der immer geliebt wurde, aber ich habe einfach unglaublich geglaubt an seine Führungsart. Es wird viel zu viel über Taktik oder Technik gesprochen, aber es ging einfach um diesen absoluten Willen, immer alles zu gewinnen.“
Guardiola hört nach zehn Jahren bei City auf
Guardiola hatte am Freitagmittag in einer Vereinsmitteilung zu seinem Rücktritt gesagt: „Was für eine Zeit wir zusammen hatten. Fragt mich nicht nach den Gründen meines Abschieds. Es gibt keinen konkreten Grund, aber tief in mir weiß ich, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist.“ Nach zehn Jahren und 20 Titeln mit City – unter anderem der Champions League 2023 und sechs englischen Meistertiteln.
Kompany machte 2019 bei City Schluss. Er wurde in seiner belgischen Heimat beim RSC Anderlecht erst ein Jahr Spielertrainer, dann Cheftrainer. Von 2022 bis 2024 coachte der Belgier den FC Burnley, mit dem er erst auf- und dann wieder abstieg. Im Juli 2024 holte ihn der FC Bayern für 10,5 Mio. Euro Ablöse, als aus der Not geborene Lösung nach Trainer-Absagen unter anderem von Xabi Alonso (44/danach bei Real Madrid gescheitert), Thomas Tuchel (52/ging und wurde englischer Nationaltrainer), Julian Nagelsmann (38/blieb Bundestrainer), Ralf Rangnick (67/blieb bei Österreich) und Oliver Glasner (51/keine Freigabe von Crystal Palace).
Bayern schob City-Wechsel von Kompany den Riegel vor
Vor zwei Jahren war es Guardiola (von 2013 bis 2016 Bayern-Trainer), der den Münchner Bossen in einem Telefonat mit Ex-Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge (70) und Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) Kompany empfahl. Hoeneß sagte dazu vor zweieinhalb Wochen bei „DAZN“: „Karl-Heinz und ich haben dann den Pep Guardiola angerufen. Der hat uns gesagt: ‚Den müsst ihr blind nehmen, denn wenn ihr den jetzt nicht nehmt, ist er in zwei, drei Jahren bei City.‘“
Im April hatte Pep die Wechsel-Gerüchte noch befeuert: „Für den Fall, dass er irgendwann nach England zurückkehren möchte, glaube ich, dass Manchester City dann in seinem Herzen und in seinen Gedanken sein wird.“ Damit der Wechsel nach Manchester jetzt nicht passiert, verlängerte Bayern mit Kompany bereits im Oktober 2025 vorzeitig bis zum Sommer 2029!