Ausflugstipp
Diese Festung bei Dresden birgt Kunstschätze und geheime Wege
Aktualisiert am 23.05.2026 – 03:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Renaissancefestung Senftenberg (Archivbild): Das Schloss ist von einem fast quadratisch angelegten Erdwall mit vier Bastionen umgeben. (Quelle: panthertubi)
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Die sächsische Festungsanlage Senftenberg trotzte über Jahrhunderte Angriffen und Wandel. Heute lockt sie Besucher mit Geheimgängen, Kunstschätzen und einem idyllischen Park.
Nur knapp eine Autostunde von Dresden entfernt liegt ein besonderes Ziel für das Pfingstwochenende: Die Festung Senftenberg verbindet jahrhundertealte Geschichte mit moderner Kunst und einem idyllischen Schlosspark. Die gut erhaltene Anlage zeigt eindrucksvoll, wie raffiniert unsere Vorfahren einst ihre Städte schützten.
Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Wo heute das Schloss steht, befand sich einst eine Burg aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. 1446 kam Senftenberg zu Sachsen – und blieb es fast 400 Jahre lang.
Sachsens Schutzwall gegen Preußen
Kurfürst Moritz von Sachsen machte aus der alten Burg eine moderne Festung. Er fürchtete die Preußen und ließ im 16. Jahrhundert ein Renaissance-Schloss bauen. Drumherum entstand ein mächtiger Erdwall – 6,5 Meter hoch und bis heute komplett erhalten.
Die Sachsen stauten sogar die Schwarze Elster an. So lag die Festung auf einer Insel, umgeben von Wasser und Sumpf. Geheimgänge durchzogen die Anlage. Ein Pulverturm sicherte die Munition. Das Festungstor war so geschickt gebaut, dass Angreifer keine Chance hatten.
Nach dem Siebenjährigen Krieg brauchte niemand mehr die Festung. Ab 1764 zogen Zivilisten ein. Dann kam 1815 die bittere Wende: Senftenberg wurde preußisch. Die sächsische Festung lag plötzlich in Brandenburg – genau das, was Kurfürst Moritz hatte verhindern wollen.
Museum mit unterirdischen Gängen
Heute führt ein unterirdischer Gang ins Museum. Besucher entdecken originale Wohnräume, historische Feuerwehrtechnik und die größte alte Weinpresse der Region. Die Ausstellung zeigt auch sorbische Kultur und den Wandel der Lausitz.
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Besonders sehenswert ist die Kunstsammlung Lausitz: 2.500 Werke von 130 Künstlern. Landschaftsbilder treffen auf Industriekunst, historische Werke auf moderne Installationen. Die Sammlung zeigt Kunst aus der Region vom 20. Jahrhundert bis heute.


