Ein Sprecher des Kreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern teilte mit, dass der Patient im Südwesten des Kreises lebt und der erste in der Region nachgewiesene Fall einer Borna-Virus-Infektion ist. Die Gesundheitsbehörden des Landes hatten das positive Testergebnis des Patienten bereits Anfang Mai bestätigt. Über den Gesundheitszustand des Patienten wurden bisher keine Angaben gemacht; es wurde lediglich mitgeteilt, dass er noch lebt.
Seit Jahresbeginn wurden in Deutschland insgesamt fünf Fälle des Bornavirus registriert. Neben dem Fall in Mecklenburg-Vorpommern wurden vier Fälle im Freistaat Bayern festgestellt, darunter ein Patient in Augsburg, der Anfang Mai verstarb.
Experten warnen davor, dass das Borna-Virus beim Menschen eine schwere akute Enzephalitis auslösen kann, die zu Verhaltens- und Sprachstörungen, Gleichgewichts- und Mobilitätsverlust und schließlich zu einem raschen Koma führt. Da es keine spezifische Behandlung gibt, gilt die Prävention einer Infektion als wichtigste Maßnahme.
Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden in Deutschland jährlich durchschnittlich 5 bis 10 Fälle von Bornavirus- Infektionen registriert. Obwohl dieses Virus bei Tieren seit über 100 Jahren bekannt ist, wurde der Übertragungsweg von Feldspitzmäusen auf den Menschen erst 2018 aufgeklärt. Bislang wurden keine Fälle einer Übertragung von Mensch zu Mensch dokumentiert.
Feldspitzmäuse, die das Virus in sich tragen, zeigen oft keine Symptome, können den Erreger aber über ihre Ausscheidungen verbreiten. Menschen sind durch direkten Kontakt mit diesen Ausscheidungen gefährdet, insbesondere beim Reinigen von Schuppen, Scheunen oder Holzlagern. Daher empfehlen die deutschen Gesundheitsbehörden, beim Reinigen von Risikobereichen Standardhandschuhe und -masken zu tragen.
Quelle: https://baolaocai.vn/duc-ghi-nhan-mot-ca-nhiem-virus-borna-hiem-gap-dac-biet-nguy-hiem-post900201.html