
Nicht zum ersten Mal treffen der Hallesche FC und Germania Halberstadt im FSA-Pokalfinale aufeinander. Die Erinnerung an das Endspiel 2024 ist bei Germania-Coach Rost noch sehr frisch. Kein Wunder bei dem Spielverlauf. Am Samstag trifft er auf einen guten, alten Bekannten.
„Wir kamen jetzt immer näher, vielleicht sind ja aller guten Dinge drei“, sagt Halberstadts Trainer Manuel Rost vor dem FSA-Pokalfinale am Samstag (13:30 Uhr im SPORT-IM-OSTEN-Livestream) beim Halleschen FC. Diesmal soll der Coup des Oberligisten beim Favoriten gelingen.
2024 führte Halberstadt bis zur 90. Minute
Zweimal scheiterte sein Team in den vergangenen Jahren ganz knapp am HFC. 2024 verlor Germania das Finale beim damaligen Drittliga-Absteiger mit 2:4 nach Verlängerung. Nach einem Foul am heutigen HFC-Angreifer Bocar Baro vergab die Rost-Elf zehn Minuten vor dem Ende die Elfmeterchance zum 2:0, kassierte in der 90. den Ausgleich und geriet in der Folge auf die Verliererstraße. „Das Spiel war geprägt von sehr viel Emotion und Energie, es war ja dann auch ein vermeintliches Abseitstor zum 1:1“, erinnert er sich gut daran.
Im Oktober 2024 ging es bis ins Elfmeterschießen
Fünf Monate später traf man sich erneut, im Achtelfinale. Im heimischen Friedensstadion zwang man Halle beim 2:2 sogar ins Elfmeterschießen, das die Gäste dann aber klar mit 4:1 für sich entschieden. In Sachen Elfmeter scheint der HFC definitiv besser zu sein.
Halle gewann die jüngsten drei FSA-Pokal-Ausgaben
Halle hofft auf den vierten Pokaltriumph in Folge, wobei die ersten drei keine Glanzleistungen waren. Das braucht Trainer Robert Schröder, der auf den verletzten Jan Löhmannsröben verzichten muss, auch nicht unbedingt: „Pokalspiele muss man gewinnen, da geht es nicht ums Wie, sondern es geht darum, zum Abpfiff ein Tor mehr zu haben als der Gegner, und das ist unser ganz großes Ziel. Und wenn wir dann am Ende den Pokal in der Hand halten, dann ist mir das tatsächlich erstmal egal, ob das schön oder unschön aussah.“
Die bisherige Pokalsaison hätte für sein Team Aufs und Abs gebracht, „bei Turbine Halle bekleckerten wir uns nicht mit Ruhm“, aber zuletzt habe man sich stetig gesteigert. Da soll der Trend Schröders Friend werden.
Schröder und Rost: alte Freunde
A propos Freund: Sein Kontrahent Manuel Rost ist ein Freund des HFC-Trainers, beide kommen aus Thüringen: „Manu ist ein toller Kerl, wir haben die Trainer-Ausbildung zusammen absolviert und hatten bereits in der Kindheit Berührungspunkte bei Rot-Weiß Erfurt.“ Sein Kumpel erinnert sich: „Als Robert in Halle Trainer geworden ist, da habe ich ihm mitgegeben: ‚Im Pokal wird es schwer'“. Das Pokalfinale war eines der Saisonziele der Vorharzer. Auch das zweite Vorhaben, die Top Five in der Oberliga, hat man als aktuell Fünfter in Reichweite.
Mehr als 4.000 Karten verkauft
Im Vorverkauf sind 4.100 Tickets abgesetzt worden. Aus Halberstadt würden sich auch einige Busse in Bewegung setzen, so Manuel Rost: „Soweit ich informiert bin, ist unser Block schon sehr gut gefüllt. Es sind wohl auch von unserer Seite aus mehr Tickets verkauft als 2024.“ Die Germania-Anhänger wollen in Weiß kommen, die weiße Fahne will die Mannschaft aber ganz und gar nicht hissen.
cke