
AUDIO: Nachrichten 08:00 Uhr – 23.05.2026 (3 Min)
Stand: 23.05.2026 08:25 Uhr
In Deutschland haben Cyberkriminelle Zehntausende Daten von Krankenhaus-Patienten und -Patientinnen abgegriffen. Davon betroffen sind auch das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sowie das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Beide Kliniken haben Einzelheiten auf ihren Online-Seiten veröffentlicht.
Betroffen sind die Daten von rund 9.000 Patientinnen und Patienten, schreibt das UKSH auf seiner Seite. Es handelt sich vor allem um Namen, Adressen und Informationen zur Behandlungen an beiden Standorten in Kiel und Lübeck. Daten wie IBAN-Nummern sind nicht abgegriffen worden. Die Patientenversorgung war nicht betroffen, heißt es vom UKSH weiter.
Der Angriff ist bei einem externen Dienstleister der Klinik schon Mitte April passiert. Das komplette Ausmaß des Cyberangriffs ist noch nicht bekannt. Das Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein ist über den Fall informiert.
Auch das UKE in Hamburg meldet Angriff
Am UKE in Hamburg sind mehr als 5.000 Patientinnen und Patienten von dem Cyberangriff betroffen – von ihnen wurden beispielsweise die Namen und Adressen gestohlen. Noch gravierender allerdings: In fast 1.500 Fällen wurden auch Inhalte aus Patientenakten abgegriffen – beispielsweise Diagnosen und weitere detaillierte Angaben über den Gesundheitszustand.
Krankenhäuser in ganz Deutschland betroffen
Die Daten wurden nach Angaben des UKE nicht von den Servern der Klinik gestohlen, sondern – ähnlich wie beim UKSH – von einem externen Dienstleister. Dieser Dienstleister übernimmt die Abrechnung von Privat- und Selbstzahler-Leistungen – also wenn man beispielsweise ein Einzelzimmer haben möchte. Betroffen seien nahezu alle Universitätskliniken und großen Krankenhäuser in Deutschland, so das UKE auf seiner Homepage.
Betroffene sollen informiert werden
Die Klinik will alle betroffenen Patientinnen und Patienten anschreiben und informieren. Der Cyberangriff fand nach Angaben des Abrechnungsunternehmens bereits Mitte April statt. Man drückte sein Bedauern aus und nehme den Vorfall sehr ernst.