Immobilienkauf
In diesen Bundesländern belastet die Grunderwerbsteuer besonders
23.05.2026 – 11:44 UhrLesedauer: 3 Min.
Geld für den Hauskauf (Symbolbild): Allein für die Grunderwerbsteuer müssen Käufer teils jahrelang sparen. (Quelle: photoschmidt/getty-images-bilder)
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Beim Immobilienkauf werden die Nebenkosten oft unterschätzt. Vor allem die Grunderwerbsteuer belastet stark, wie ein Vergleich der Bundesländer zeigt.
Die Grunderwerbsteuer wird für viele Immobilienkäufer in Deutschland zur hohen Hürde. Wer 40 Prozent seines Haushaltsnettoeinkommens für die Finanzierung zurücklegt und durchschnittlich verdient, braucht in Berlin und Hamburg fast zweieinhalb Jahre, um allein diese Steuer aufzubringen. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Onlineplattform Immoscout24. Wohnungskäufer müssen dort rund 15 Monatsgehälter aufbringen.
Deutlich entspannter ist die Situation in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Dort reichen Durchschnittsverdienern etwa vier Monatsgehälter, um die Grunderwerbsteuer für eine Wohnung zu bezahlen. Beim Hauskauf sind es elf (Thüringen) beziehungsweise zwölf Gehälter (Sachsen-Anhalt).
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Immoscout24-Geschäftsführerin Gesa Crockford sagt dazu: „Hamburg und Berlin haben seit Jahren die niedrigsten Eigentümerquoten Deutschlands. Nicht nur hohe Kaufpreise, sondern auch hohe Nebenkosten sind dort eine erhebliche Hürde auf dem Weg ins Eigentum“.
Hohe Preise treffen auf hohe Steuersätze
Die Höhe der Grunderwerbsteuer hängt vom Kaufpreis und vom jeweiligen Steuersatz des Bundeslandes ab. Dieser liegt derzeit zwischen 3,5 Prozent in Bayern und 6,5 Prozent unter anderem in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland.
Besonders teuer wird es dort, wo hohe Immobilienpreise auf hohe Steuersätze treffen. In Hamburg und Berlin zahlen Käufer einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung jeweils mehr als 23.500 Euro Grunderwerbsteuer. Trotz etwas höherer Kaufpreise in Hamburg fällt die Belastung ähnlich aus, weil der Steuersatz dort mit 5,5 Prozent niedriger ist als in Berlin mit 6 Prozent.
Die folgende Tabelle zeigt die Belastung durch die Grunderwerbsteuer für eine Eigentumswohnung:
* Angenommen, es werden monatlich 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens zur Kredittilgung einer selbstgenutzten Immobilie aufgewendet.
Beim Hauskauf steigt die Belastung nochmals deutlich. Neben Berlin und Hamburg haben es angehende Hausbesitzer auch in Schleswig-Holstein schwer: Dort liegen sowohl die Hauspreise als auch die Einkommen im oberen Mittelfeld, jedoch gehört die Grunderwerbsteuer von 6,5 Prozent zu den deutschen Höchstsätzen. Käufer benötigen daher fast zwei Jahre, um die Steuer zu bezahlen.
Die folgende Tabelle zeigt die Belastung durch die Grunderwerbsteuer für ein Einfamilienhaus:
