Newsblog zum Krieg in Nahost
Trump erwägt wohl neue Angriffe auf Iran
Aktualisiert am 23.05.2026 – 14:06 UhrLesedauer: 7 Min.
Donald Trump: Der US-Präsident soll zunehmend frustriert über die Verhandlungen mit Teheran sein. (Quelle: IMAGO/Andrew Leyden/imago)
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US-Präsident Donald Trump soll neue Angriffe auf den Iran in Erwägung ziehen. Brüssel bereitet neue Sanktionen gegen Teheran vor. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Iran warnt USA vor Wiederaufnahme der Kampfhandlungen
Irans Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat die USA vor einer Wiederaufnahme des Krieges gewarnt. Der Iran werde bei den Rechten seiner Nation und seines Landes keine Kompromisse eingehen, sagt Ghalibaf dem pakistanischen Armeechef bei einem Treffen in Teheran laut einem Bericht des Staatsfernsehens. Die iranischen Streitkräfte hätten ihre Fähigkeiten während der Waffenruhe wiederaufgebaut, erklärt er weiter. Sollten die USA „törichterweise den Krieg wieder aufnehmen“, wären die Konsequenzen „noch vernichtender und bitterer“.
Pakistanischer Armeechef berät in Teheran mit iranischer Staatsspitze
Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf trifft sich in Teheran mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir. Die Gespräche seien Teil der laufenden diplomatischen Bemühungen angesichts der regionalen Spannungen, berichten iranische Staatsmedien. Munir kommt bei seinem Besuch im Iran zudem mit Präsident Massud Peseschkian im Beisein von Außenminister Abbas Aragtschi zusammen.
Trump erwägt wohl neue Angriffe auf den Iran
Ungeachtet der intensiven diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs erwägt US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die Islamische Republik. Der US-Sender CBS und das Nachrichtenportal „Axios“ berichteten am Freitag, die USA würden sich auf eine mögliche Wiederaufnahme der Militärangriffe vorbereiten. Derweil traf Pakistans Armeechef Asim Munir für Vermittlungsgespräche in Teheran ein.
„Axios“ berichtete unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter, Trump habe am Freitagmorgen eine Sitzung mit seinen engsten Sicherheitsberatern abgehalten. Der Präsident sei zunehmend „frustriert“ über die Verhandlungen mit Teheran – und tendiere inzwischen eher zu neuen Angriffen als zu einer Fortsetzung der Diplomatie.
CBS berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, US-Militär- und Geheimdienstvertreter hätten ihre Reisepläne für das lange Wochenende angesichts möglicher Angriffe gestrichen. CBS wie auch „Axios“ berichteten aber auch, eine Entscheidung für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen sei noch nicht getroffen worden.
Trump selbst hatte am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, er könne wegen „Umständen“ nicht an der bevorstehenden Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilnehmen. „Ich halte es für wichtig, während dieser wichtigen Zeit in Washington DC, im Weißen Haus, zu bleiben.“ Nähere Angaben zu den von ihm genannten Umständen machte der US-Präsident nicht.
EU bereitet Sanktionen gegen Iran vor
Die EU hat den Weg für Sanktionen gegen Einzelpersonen und Organisationen im Iran wegen der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus geebnet. „Die Maßnahmen des Iran gegen Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, verstoßen gegen das Völkerrecht“, erklärte am Freitag der Europäische Rat.
