Ignacio Buse (Peru) am Rothenbaum

AUDIO: Tennis: Peruaner Buse triumphiert in Hamburg (1 Min)

Überraschungssieg gegen Paul

Stand: 23.05.2026 18:27 Uhr

Der peruanische Überraschungsmann Ignacio Buse hat seinen märchenhaften Siegeszug beim Tennisturnier in Hamburg vollendet und sensationell als Qualifikant den Titel am Rothenbaum geworden. Er gewann am Sonnabend im Endspiel gegen den US-Amerikaner Tommy Paul mit 7:6 (8:6), 4:6, 6:3.

Der 22-Jährige mit deutschen Wurzeln feierte in seinem ersten ATP-Finale seinen Premieren-Triumph. Zuletzt hatte 2018 Nikoloz Basilaschwili als Qualifikant den ganz großen Wurf geschafft. Der Georgier setze sich gegen den Argentinier Leonardo Mayer durch, der damals immerhin als Titelverteidiger ins Rennen gegangen war. Buse kassiert für den Finalerfolg 415.140 US-Dollar – bislang hatte er in seiner gesamten Karriere knapp 800.000 Euro verdient. In der Weltrangliste klettert Buse auf Platz 31.

Sieben Siege am Stück in Hamburg

Besser war als Peruaner zuletzt Jaime Yzaga platziert, der 1989 Rang 18 erreicht hatte. Buse war als Nummer 57 der Welt nach Hamburg gekommen und gelangte durch zwei Siege in der Qualifikation ins Hauptfeld. Mit fünf weiteren Siegen – unter anderem in Runde eins gegen Titelverteidiger Flavio Cobolli – sicherte sich Buse den größten Erfolg seiner Karriere und tritt mit viel Selbstvertrauen bei seiner Hauptfeld-Premiere bei den French Open an.

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Dort wartet in Runde eins mit dem an Nummer elf gesetzten Andrej Rublew eine sehr schwere Aufgabe. Aufsteiger Buse hat bereits angekündigt, einen deutschen Pass beantragen zu wollen. Zudem stammt er aus der berühmtesten Tennisfamilie Perus: Sein Großvater Eduardo und dessen Zwillingsbruder Enrique waren in den 1940ern Stars, das Tennisstadion in Lima trägt den Namen der „Hermanos Buse“.

Krawietz/Pütz holen sich den Titel im Doppel

Das deutsche Davis-Cup-Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz hat zum dritten Mal das Sandplatzturnier in Hamburg gewonnen. Das Duo aus Coburg und Frankfurt setzte sich am Sonnabend in einem dramatischen Finale gegen Sadio Doumbia/Fabien Reboul aus Frankreich 6:3, 4:6, 10:8 durch und feierte am Rothenbaum den dritten gemeinsamen Titel nach 2023 und 2024.

Das Top-Doppel fährt nun mit großem Selbstvertrauen zu den French Open nach Paris. „Es ist ein Tip-Top-Turnier, wir fühlen uns so wohl jedes Mal“, sagte Pütz, der mit seinem Partner in diesem Jahr schon beim Masters in Monte Carlo triumphiert hatte – ebenfalls auf Sand. Krawietz fügte an: „Es macht immer riesigen Spaß, hierher zu kommen.“ Ihren bislang größten Erfolg feierten Krawietz und Pütz mit dem Titel bei den ATP Finals 2024 in Turin.

Tennis-Profi Ignacio Buse am Rothenbaum

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