Am Sonntag ist im Haus Fischerzunft die Ausstellung „attraversiamo“, (Italienisch für „lasst uns hinübergehen“) eröffnet worden. Karl Herbert Baureithel stellt bis Sonntag, 19. Juli, rund 70 Acrylgemälde, Aquarelle, Pastelle und Objekte aus.

Diana Awender vom Vorstand des Vereins Haus Fischerzunft begrüßte die Gäste und lud sie zu einer Entdeckungsreise durch die thematisch und stilistisch vielfältige Ausstellung ein. Karl Baureithel wurde 1959 in Pennsylvania (USA) geboren. Als er zwei Jahre alt war, zog die Familie nach Öflingen, in den Heimatort seiner Mutter, zurück. Schon als kleines Kind hatte er das Bedürfnis, seine Umgebung und seine Fantasien festzuhalten. In der Ausstellung ist eine Kopie seines Erstlingswerks zu sehen: Eine Kinderzeichnung, die New York darstellt und die Großstadt auf wenige Chiffren reduziert.

Das Thema Wasser spielt eine große Rolle im Werk Karl Baureithels.

Icon vergrößern

Das Thema Wasser spielt eine große Rolle im Werk Karl Baureithels.
Foto: Michael Gottstein

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Das Thema Wasser spielt eine große Rolle im Werk Karl Baureithels.
Foto: Michael Gottstein

Das kleine Öflingen ist und war besonders in der Jugendzeit Karl Baureithels ein guter Ort, um Kunst kennenzulernen. Der „Kunstpfarrer“ Paul Gräb holte renommierte Künstler, und an der Schule wurde Karl Baureithel von Hansjörg Bisswurm – einem bekannten Mitglied der „Freien Gruppe Hochrhein“ – unterrichtet. Im Haus Fischerzunft war er letztes Jahr bei der Gruppenausstellung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins dabei.

Karl Baureithel bewundert vor allem das Werk Emil Noldes, und er teilt mit dem Expressionisten das Bestreben, nicht nur die äußere Erscheinung der Phänomene wiederzugeben, sondern das innere Wesen des Gegenstandes zu erfassen, sich einzufühlen, und diesen inneren Eindruck wiederzugeben. Dies merkt man deutlich an den Wasserlandschaften. Es geht nicht nur um Abbildung der Realität, es geht um eine innere Idee, den Eindruck, den das Wasser in ihm hinterlässt. „Ein Meeresbild ist gelungen, wenn man beim Betrachten die Gewalt der Wellen spüren und das Salz schmecken kann“, sagt der Künstler.

Die Ausstellung im Haus Fischerzunft ist bis Sonntag, 19. Juli, immer mittwochs und sonntags zwischen 14 und 18 Uhr, geöffnet.