Einsturzgefahr

Brücke Budapester Straße muss mit Notpfeilern gestützt werden

22.05.2026Lesedauer: 1 Min.

Brückensperrung DresdenVergrößern des Bildes

Brücke in Dresden (Archivbild): Die Stadt will die marode Brücke Budapester Straße mit Notpfeilern abstützen. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)

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Neue Schäden zwangen die Stadt, die Brücke Budapester Straße zu sperren. Ohne die Maßnahme wäre das Bauwerk eingestürzt, sagt ein Brückenexperte.

Die Brücke Budapester Straße in Dresden wäre eingestürzt, wenn die Stadt nicht eingegriffen hätte. Das sagte Brückenexperte Steffen Marx, nachdem Schallemissionsmessungen und Probenentnahmen neue Schäden ergeben hatten.

Zur Sicherung sollen Notpfeiler installiert werden. „Diese Maßnahmen werden uns auf jeden Fall zehn Jahre Zeit schenken, um über weitere Maßnahmen, über einen Ersatzneubau der Brücke nachzudenken“, sagte Simone Prüfer, Amtsleiterin des Straßen- und Tiefbauamtes der Landeshauptstadt Dresden.

Marode Brücke wird die Stadt viel Geld kosten

Einen Ersatzneubau veranschlagte Marx auf mehr als 100 Millionen Euro. Da Bahngleise überbrückt werden müssten, sei das ein sehr komplexes Bauvorhaben. Die Kosten für die Abstützung bezifferte er auf einen „hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbetrag“. Der Bereich über den Bahngleisen sei sicher.

imago images 0797752424Vergrößern des BildesLuftbild der Brücke Budapester Strasse (Archivbild): das Bauwerk ist aus der gleichen Entstehungszeit wie die Carolabrücke. (Quelle: IMAGO/Max Gaertner/imago)

Seit dem 14. Mai 2026 ist der Abschnitt über der Ammonstraße voll gesperrt, wie die Stadt Dresden mitteilt. Bereits ab dem 8. Mai war die Brücke für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt: der Verkehr lief auf einer Spur je Richtung. Dennoch seien weiter 40-Tonner über die Brücke gefahren, hieß es. Eine Kontrolle rund um die Uhr sei nicht möglich gewesen.

Die Brücke Budapester Straße entstand in gleicher Spannbeton-Bauweise wie die Carolabrücke, die 2024 teilweise einstürzte und danach abgerissen wurde. Nach dem Einsturz untersuchten Experten auch andere Dresdner Brücken und brachten dabei unter anderem Schallsensoren an.