Bielefeld. Lange war es still um Samir Arabi. Seit seiner Entlassung als Sport-Geschäftsführer bei Arminia Bielefeld am 6. März 2023 war der inzwischen 47-Jährige nicht mehr im Fußball-Tagesgeschäft aktiv. Nun kündigt sich aber Arabis Rückkehr in den Profifußball an. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird der gebürtige Aachener der neue Sportvorstand bei Fortuna Düsseldorf.
Laut der Meldungen trennen sich die Rheinländer nur eine Woche nach dem Sturz in die Drittklassigkeit von Sportvorstand Sven Mislintat. Die Trennung vom erst seit gut einem halben Jahr in Düsseldorf aktiven Mislintat soll demnach in beiderseitigem Einvernehmen erfolgen. Arabi wiederum soll dessen Aufgaben umgehend übernehmen und bei der Fortuna den Neuanfang verantworten. Eine offizielle Bestätigung soll am Sonntag erfolgen.
Die Düsseldorfer hatten im Saisonfinale der 2. Bundesliga im Kellerduell mit Greuther Fürth deutlich den Kürzeren gezogen und spielen in der kommenden Spielzeit erstmals seit der Saison 2008/09 wieder in der 3. Liga. Arabi soll mit seiner Erfahrung dabei helfen, schnellstmöglich in die 2. Liga zurückzukehren. Bereits bei der Suche nach einem neuen Vorstand nach der Freistellung von Klaus Allofs im Dezember 2025 befand sich der Ex-Armine unter den letzten drei Kandidaten. Damals entschied sich Düsseldorf allerdings für Mislintat.
Die Ausgangslage bei der Fortuna ist allerdings alles andere als einfach. Nur zehn Profis besitzen einen Vertrag für die 3. Liga, darunter vier Jugendspieler.
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Arabi bei Arminia mit Höhen und Tiefen
Mit schwierigen Ausgangslagen kennt sich Arabi allerdings aus. Als er am 25. März 2011 in Bielefeld zum neuen Sportlichen Leiter ernannt wurde, plagten den DSC nach dem Abstieg in die 3. Liga riesige Geldsorgen, die Lizenz war zu diesem Zeitpunkt alles andere als sicher. Was folgt, ist eine Ära mit vielen Höhen und Tiefen.
Rückblick auf eine Ära: Samir Arabi bei Arminia Bielefeld: Zwischen Drama und Bundesliga-Traum
In seiner 4.357 Tage dauernden Amtszeit feiert Arminia unter der Führung von Arminia 2013 und 2015 jeweils den Aufstieg in die 2. Bundesliga, 2020 geht es sogar bis in die Bundesliga. Dem gegenüber stehen allerdings auch die Abstiege in den Jahren 2014 und 2022. Insbesondere nach dem Sturz in die Zweitklassigkeit 2022 geriet Arabi wegen verfehlte Transferpolitik und folgenschwere Trainerentscheidungen in die Kritik. Im 2023 endet deshalb nach beinahe zwölf Jahren seine Amtszeit bei Arminia Bielefeld.
Im Anschluss lässt der damalige Aufsichtsratsboss Hartmut Ostrowski kein gutes Haar am geschassten Geschäftsführer. Später streiten sich beide Parteien sogar vor Gericht um ausstehende Punktprämien.
„Arminia war mein Baby“: Wie Ex-Sportchef Samir Arabi auf seine Zeit in Bielefeld blickt