Bei einem Unfall von zwei Straßenbahnen hat es am Samstag in Düsseldorf Dutzende Verletzte gegeben. Gegen 11.35 Uhr seien die zwei Bahnen an der Kreuzung von Berliner Allee und Graf-Adolf-Straße kollidiert, heißt es von der Polizei. Dabei habe es insgesamt 30 Verletzte gegeben. Vier Menschen haben sich schwer verletzt. In einem lebensbedrohlichen Zustand befinde sich keiner der Beteiligten, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Zusätzlich zu den verletzten Bahn-Passagieren gab es noch 28 weitere Betroffene, die aber keine Behandlung benötigten.
Wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, sei noch unklar, heißt es von der Polizei. Einsatzkräfte sperrten den Bereich ab und befragten Zeugen. Nach den bisherigen Ermittlungen näherten sich zur Unfallzeit aus entgegengesetzten Richtungen zwei Straßenbahnen der Linie 709 der Kreuzung von Graf-Adolf-Straße und Berliner Allee. Während die Bahn in Richtung Neuss auf der Graf-Adolf-Straße wie vorgesehen an der Kreuzung geradeaus fuhr, bog die Bahn in Richtung Hauptbahnhof aus bislang unklarer Ursache von der Graf-Adolf-Straße nach links auf die Berliner Allee ab. Es kam zur Frontalkollision der beiden Züge. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die Passagiere verletzt.
Bilder zeigen verwüstete Bahnen
Wie unser Reporter vor Ort berichtete, waren die Bahnen frontal zusammengestoßen. Fensterscheiben waren gesplittert, die Bahnen aus den Schienen gesprungen. Die Rheinbahn war mit Spezialgerät im Einsatz, um die Fahrzeuge zurück auf die Schienen zu setzen. Ein großer Bus stand zur Verfügung, in dem die Passagiere versorgt werden können. Der wurde laut Feuerwehr ebenfalls von der Rheinbahn herbeigeschafft. „Dann kommen die Betroffenen auch erst einmal aus der Sonne heraus.“
Kostenpflichtiger Inhalt Am Samstag wurde in Düsseldorf der Japan-Tag gefeiert. Bei bestem Wetter waren Hunderttausende Besucher in der Stadt, auf den Straßen und in den Bahnen herrschte viel Betrieb. Die schon an normalen Tagen viel befahrene Kreuzung wurde großräumig abgesperrt, der Autoverkehr staute sich erheblich. Auch der ÖPNV war auf zahlreichen Linien betroffen. Um 17 Uhr – und damit mehr als fünf Stunden nach dem Unfall – konnte die Rheinbahn vermelden, dass alle Verbindungen wieder wie gewohnt fahren.