Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat

Von S. Cleven, J. Fischer, J. Seiferth, C. Siemer, M. Küper, C. Cöln, A. Janzen, T. Wanhoff, J. Hartung, M. Kloft, F. Michalski

Aktualisiert am 24.05.2026 – 23:36 UhrLesedauer: 31 Min.

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Russland setzt auf eine Rakete mit gewaltiger Reichweite. (Quelle: t-online)

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Nach einem der schwersten russischen Angriffe hat die Ukraine eine Sitzung im UN-Sicherheitsrat beantragt. Kiew will eine Abschreckung Moskaus erreichen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach den massiven russischen Luftschlägen gegen die Hauptstadt Kiew die internationale Gemeinschaft zu einer „starken Antwort an den Aggressor“ aufgefordert. Der Minister beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Sybiha warf Russland vor, mit der „barbarischen Raketenattacke“ in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen.

Allein in Kiew wurden mindestens zwei Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten stieg laut Bürgermeister Vitali Klitschko bis zum frühen Abend auf 81. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte in den sozialen Netzwerken mit, es seien etwa 100 Menschen bei den Angriffen im Land verletzt und mindestens vier getötet worden. Mehr zu dem großangelegten russischen Angriff lesen Sie hier.

Ukraine meldet Drohnenangriff auf russische Öl-Pumpstation

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben mit Drohnen eine Öl-Pumpstation in der russischen Region Wladimir angegriffen. Die Anlage sei ein wichtiger Knotenpunkt für die Weiterleitung von Ölprodukten nach Moskau und in die Umgebung, teilte der SBU in den sozialen Medien mit. Sie versorgt große Öllager rund um die Hauptstadt sowie die Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo
mit Treibstoff. Nach dem Angriff sei ein Feuer auf einer Fläche von 800 Quadratmetern registriert worden.

Merz verurteilt russische Angriffe mit Oreschnik-Raketen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die russischen Attacken auf die Ukraine scharf verurteilt. Er bezeichnet die Angriffe und den Einsatz des Oreschnik-Raketensystems in einem Beitrag auf der Plattform X als rücksichtslose Eskalation. „Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine.“

Wadephul spricht von „einer weiteren Eskalation“

Außenminister Johann Wadephul verurteilt den jüngsten russischen Raketenangriff auf die Ukraine. „Raketenterror ist schockierend. Der Einsatz einer Oreschnik ist eine weitere Eskalation“, schreibt der CDU-Politiker auf der Plattform X. Dies bestärke ihn darin, die beim Nato-Außenministertreffen gemachten Vorschläge konsequent weiterzuverfolgen. Nur eine starke Ukraine werde den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Einlenken bewegen können.

ARD-Studio und DW-Büro nach russischem Angriff teils zerstört

Bei den nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew sind auch das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) massiv beschädigt und teilweise zerstört worden. Wie der Westdeutsche Rundfunk am Sonntag in Köln mitteilte, stürzten Wände ein, außerdem gingen Fenster kaputt und Technik wurde zerstört – vermutlich durch Druckwellen. Da sich zum Zeitpunkt des Angriffs keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ARD-Studio befanden, wurde niemand verletzt.