Feuerwehr gibt Tipps

Blackout in Nürnberg? Was Bürger im Ernstfall wissen sollten

Aktualisiert am 24.05.2026 – 22:49 UhrLesedauer: 2 Min.

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Taschenlampe und Radio (Symbolbild): Was soll man bei einem kompletten Stromausfall tun? (Quelle: shironagasukujira/getty-images-bilder)

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Nürnberg probt den Ernstfall: Ein Blackout kann Kommunikation, Wärme und Versorgung abrupt lahmlegen. Das städtische Konzept setzt auf feste Anlaufstellen für Hilfe und Infos.

Ein plötzlicher Stromausfall kann mehr lahmlegen als nur das Licht. Telefonnetze brechen zusammen, Notrufe sind womöglich nicht erreichbar, Heizungen bleiben kalt, Wasser fließt nicht mehr durch die Leitungen. Für solche Szenarien hat Nürnbergs Stadtspitze ein umfangreiches Konzept entwickelt. Es beruht auf einer zentralen Botschaft: Wer Hilfe braucht, muss wissen, wo er sie im Ernstfall bekommt. Das übten alle beteiligten Kräfte Anfang Mai unter dem Stichwort „BlackNoris 2026“ großflächig in der Stadt.

Für solche Lagen gibt es in Nürnberg ein Konzept mit sogenannten Leuchttürmen. Das sind Anlaufstellen, an denen Bürger Hilfe holen und Informationen bekommen können. „Wenn denn so ein Szenario in Nürnberg passiert, dann gehen diese Leuchttürme in Betrieb“, sagt René Kleemeier, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Moorenbrunn. Als Leuchttürme gelten dann ausgewählte Gebäude der Feuerwehr, der Polizei, des THW und anderer Hilfsorganisationen.

Einsatzkleidung der Freiwilligen Feuerwehr Moorenbrunn: Die kann dank neuem Anbau bald in einem eigenen Umkleideraum angelegt werden.Vergrößern des BildesEinsatzkleidung der Freiwilligen Feuerwehr Moorenbrunn: Allzeit bereit. (Quelle: Freiwillige Feuerwehr Moorenbrunn)

Ein Leuchtturm ist auch das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Moorenbrunn im Südosten Nürnbergs. Sollte es zu Notlagen kommen, können sich die Menschen in diesem Stadtteil dorthin wenden. Es sind dann geschulte Kräfte vor Ort, die weiterhelfen und Informationen aus erster Hand weitergeben. Die Standorte dienen primär als Informationspunkte, nicht jedoch als Unterkünfte oder Versorgungsorte, betonen die Verantwortlichen.

Auch technisch sind die Standorte vorbereitet. In Moorenbrunn verfügt das Feuerwehrhaus über eine eigene Notstromversorgung. „Damit können wir uns selbst versorgen“, sagt Kleemeier. Damit werde die Wache nicht nur sprichwörtlich eine „Insel im dunklen Stadtteil“.

Hier findet sich eine Liste mit allen 43 Leuchttürmen im Stadtgebiet – für jeden Stadtteil gibt es eine Anlaufstelle.

Was im Ernstfall zu tun ist: Ruhe bewahren und informieren

Stefan Lauber, Sachgebietsleitung Bevölkerungsschutz Nürnberg, sagt, dass ein Stromausfall nicht automatisch eine großflächige Krise bedeute. „Der Bürger soll zunächst einmal Ruhe bewahren“, sagt er im Gespräch mit der Nürnberger Lokalredaktion von t-online. Häufig handele es sich zunächst um lokale oder zeitlich begrenzte Störungen. Wichtig sei es, Informationen einzuholen, etwa über Radio oder offizielle Kanäle, sofern diese noch verfügbar seien. Gleichzeitig appelliert Lauber, auch im direkten Umfeld aufmerksam zu bleiben und sich gegenseitig zu unterstützen.

Lauber rät den Bürgern, sich unabhängig von konkreten Ereignissen auf mögliche Ausnahmesituationen vorzubereiten. Orientierung bieten die Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz. Demnach sollten Haushalte etwa mit Wasser, haltbaren Lebensmitteln, Taschenlampen, einem Radio, Bargeld, Medikamenten und Verbandsmaterial so ausgestattet sein, dass sie für ein bis zwei Tage ohne externe Versorgung auskommen können.