08:28 Uhr | Ukraine: Russische Armee hat mehr als 1.000 Soldaten verloren
Die russische Armee hat nach ukrainischen Schätzungen innerhalb der letzten 24 Stunden im Krieg gegen die Ukraine 1.100 Soldaten verloren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Verweis auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Zu den jüngsten Verlusten auf russischer Seite zählen demnach auch ein Panzer, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, 61 Artilleriesysteme und sieben Bodenrobotersysteme. (Quelle: Ukrinform)
02:15 Uhr | Polnische Militärflugzeuge steigen auf
In Polen, dem westlichen Nachbarland der Ukraine, ist angesichts russischer Angriffe in der Ukraine die Luftabwehr in Alarmbereitschaft gesetzt worden. Wie die Armee auf der Plattform X mitteilte, stiegen Militärflugzeuge auf. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf. (Quellen: dpa, Reuters)
00:10 Uhr | Russland: Nach Kiews Drohnenangriff auf Wohnheim 21 Tote geborgen
Nach einem Drohnenangriff auf ein Gebäude im russisch besetzten Gebiet Luhansk ist die Zahl der Toten laut Behörden auf 21 gestiegen. Es seien weitere Leichen aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Starobilsk gezogen worden, teilte das russische Zivilschutzministerium mit. Die Bergungsarbeiten seien abgeschlossen. Die Behörden hatten die Zahl der Toten nach dem Angriff am Freitag immer wieder erhöht. Es gab demnach nach letzten Angaben auch 42 Verletzte. Die Behörden setzten für Sonntag und Montag Trauer an. Die russischen Behörden machen die Ukraine für den Angriff verantwortlich und erklärten, bei dem Gebäude handele es sich um ein Wohnheim einer Berufsschule. Von ukrainischer Seite hieß es, Ziel der Attacke sei eine spezialisierte russische Militäreinheit gewesen. (Quelle: dpa)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 23. Mai 2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt nach ukrainischen Angriffen auf russische Ziele vor einem möglichen russischen Vergeltungsschlag mit der neuen Mittelstreckenrakete Oreschnik und ruft die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht bei Luftalarmen auf. Parallel setzt die Ukraine ihre Angriffe in der Tiefe des russischen Territoriums fort, etwa auf eine Chemiefabrik in der Region Perm. Russland reagiert mit massiven Drohnenangriffen.
In der russisch kontrollierten Region Luhansk steigt nach einem Treffer auf ein Wohnheim die Zahl der Toten weiter, was zu scharfer Kritik der UN und Forderungen Putins nach Vergeltung führt. Die Ukraine spricht dagegen von einem Angriff auf ein russisches Militärhauptquartier. In Russland kommt es nach Drohnenangriffen zu Bränden in einem Ölterminal am Schwarzen Meer, auf der Krim wird Treibstoff für Autos rationiert und in Lettland stürzt nahe der Grenze zu Belarus erneut eine Drohne ab.
Diplomatisch und politisch wird über die künftige Ordnung in Europa und die Unterstützung der Ukraine gerungen: Deutschland hält trotz Selenskyjs Kritik an einem Fahrplan für einen EU-Beitritt der Ukraine fest, während dieser eine „assoziierte“ Mitgliedschaft ohne Stimmrecht als ungerecht zurückweist.