Ausflug ab Nürnberg
„Die schönste Altstadt Deutschlands“ erkunden
Aktualisiert am 25.05.2026 – 07:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Farbenfrohe Häuse in Dinkelsbühl (Archivbild): Die Altstadt ist fast 900 Jahre alt, das sieht man ihr an – im positiven Sinne. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Stefan Schurr/imago)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1x
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Rund 100 Kilometer von Nürnberg entfernt wartet eine schmucke Kleinstadt. Ein Ausflug lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Schöne Städte gibt es in Franken zahlreiche. Doch diese Kleinstadt im fränkischen Kreis Ansbach sticht heraus. So sehr, dass sie einst vom Magazin unlängst „Focus“ als „schönste Altstadt Deutschlands“ gekürt wurde – und damit sogar die berühmte Konkurrenz Rothenburg ob der Tauber ausgestochen hat. Warum Dinkelsbühl (auch im Winter) einen Ausflug wert ist.
Allem voran geht es in Dinkelsbühl deutlich ruhiger zu als in Rothenburg ob der Tauber. Dennoch wartet im Zentrum der Kleinstadt mit etwa 12.000 Einwohnern Geschichte gefühlt an jeder Ecke.
Kein Wunder: Die Stadt wurde vermutlich schon um 730 nach Christus zur Sicherung einer Fernwegkreuzung als fränkischer Königshof gegründet. Die heutige Altstadt soll um 1130 erbaut worden sein.
Um 1372 entstand die heutige Stadtmauer, die das Stadtbild prägt. Sie umgibt das Zentrum auf einer Länge von 2.500 Metern. Zuvor gab es bereits eine wesentlich kleinere Mauer, den „staufischen Mauerring“. Auch von diesem sind noch Reste zu sehen.
Zeitgleich ist die Mauer ein guter Ausgang für einen Stadtspaziergang: Wer dem Mauerring Richtung Spitalhof folgt, kommt zum „Mauerknick“, wo die alte und die neue Mauer zusammentreffen. Auch die historischen Zwinger und Zwingertürme sowie vier Stadttore sind bis heute vollständig erhalten.
Eine schmucke Kirche – mit besonderem Fenster
Sehenswert ist zudem das Münster St. Georg. Die mächtige Kirche wurde in den Jahren 1448 bis 1499 erbaut und gilt nach Angaben der Stadt als die schönste spätgotische Hallenkirche Süddeutschlands. Ein kurioses Detail ist das sogenannte „Brezenfenster“ – gestiftet von der Bäckerzunft.
Um die Kirche herum können Besucher wunderschöne Gassen mit zahlreichen Fachwerkhäusern bestaunen. Besonders charmant: Viele Aufschriften der Geschäfte und Restaurants in der Innenstadt sind in altdeutscher Schrift verfasst – und fügen sich so perfekt ins Stadtbild ein.



