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Berlin/Tokio – Er machte 7-Eleven zum Welt-Imperium – jetzt ist Toshifumi Suzuki tot. Der japanische Geschäftsmann, der als Architekt des globalen Erfolgs der 7-Eleven-Kette gilt, starb im Alter von 93 Jahren in seinem Haus in Tokio an Herzversagen. Das teilte das Unternehmen am Pfingstmontag mit.
Suzuki gründete die japanische Einheit, die die allgegenwärtigen 7-Eleven-Läden betreibt – in Japan „Conbini“ (Convenience-Stores) genannt. Dort kaufen gestresste Kunden Sandwiches, Reisbällchen, Getränke oder Snacks für unterwegs. Immer wieder gehen 7-Eleven-Snacks wie Eier-Sandwiches („Egg Sando“), Schokoladenkuchen oder auch süße Hefe-Brötchen bei TikTok oder Instagram viral. Vor allem Touristen feiern die Märkte, tausende Influencer posten Videos aus den kleinen Läden. Auch Unternehmerin Verona Pooth (58) suchte einmal drei Tage lang in sieben Shops nach den süßen Trend‑Brötchen.

Verona Pooth auf Jagd in Thailand: Drei Tage lang suchte die Unternehmerin, dann hielt sie den begehrten Snack endlich in den Händen
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Das virale „Egg Sando“ von 7-Eleven: Cremiger Eier-Salat mit japanischer Kewpie-Mayonnaise – einer besonders würzigen, leicht süßlichen Mayo – zwischen fluffigem Brot
Foto: privat

Der virale 7-Eleven-Drink gegen Katerstimmung: In Thailand mischen Fans Kokoswasser, Vitamin-C-Shot und Elektrolytpulver mit reichlich Eis im Becher
Foto: privat
Was die Unternehmer-Legende ausmachte
Suzuki achtete fanatisch auf Qualität. Kein neues Produkt schaffte es in die Regale, ohne dass er es persönlich probiert hatte. Fast täglich testete er gemeinsam mit Führungskräften die 7-Eleven-Leckereien. Selbst kleine Änderungen beim Geschmack oder der Verpackung wurden diskutiert. Heute gibt es mehr als 80.000 Filialen in 20 Ländern. Deutschland ist allerdings nicht darunter.

Toshifumi Suzuki starb im Alter von 93 Jahren
Foto: REUTERS
In Japan ist 7-Eleven mit rund 21.500 Geschäften die größte Convenience-Store-Kette. Suzuki machte nicht beim Einzelhandel halt: 2001 stieg er zusätzlich ins Bankgeschäft ein und gründete die Seven Bank – seitdem können Kunden in den 7-Eleven-Filialen Bargeld abheben.
Die Geschichte von 7-Eleven
Der Startschuss fiel 1973. Damals begann das Geschäft in Japan mit einem Franchise-Vertrag mit dem US-Unternehmen 7-Eleven (gegründet von „Southland Corp“ in Dallas). Ein Jahr später eröffnete der erste Laden in Tokio. Als die US-Firma Southland Corp. später in finanzielle Schwierigkeiten geriet, griff die japanische Seite zu. 2005 wurde das amerikanische Unternehmen schließlich zu einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der neu gegründeten „Seven & i Holdings“. Übrigens: Die Geschäfte tragen ihren Namen, weil sie von 7 bis 23 Uhr geöffnet sind.
So prägte der 7-Eleven-Pionier Japan
Suzuki wurde 1932 in der Präfektur Nagano in Zentraljapan geboren. Bevor er ins Geschäft mit Convenience-Stores einstieg, arbeitete er bei Ito-Yokado. Die große japanische Handelskette gehört ebenfalls zu Seven & i Holdings. 1978 wurde Suzuki Chef von 7-Eleven Japan. 2016 trat er nach einem Managementstreit als Vorsitzender zurück, blieb aber eine einflussreiche Persönlichkeit in Japans Einzelhandelsbranche. Viele sehen in Suzuki einen Innovator, der das Einkaufsverhalten der Japaner geprägt hat. Convenience-Stores spielten in Japan eine Vorreiterrolle bei neuen Technologien im Handel.
Die Trauerfeier findet im engsten Familienkreis statt. Suzuki hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder.