Tom Kopke aus München hat am Montagmittag zum dritten Mal in Folge das traditionelle wie kuriose Käserennen im englischen Brockworth gewonnen. Dabei wird einem Käse bergab hinterhergejagt. „Ich sag‘ dir eins: Wenn dieser Hügel die Hölle ist, dann bin ich der Teufel“, sagte der 24-jährige Kopke grinsend der BBC im Siegerinterview. Es gebe immer ein nächstes Jahr, kündigte Kopke an, der sich gegen Rekordgewinner Chris Anderson durchgesetzt hatte. Der gewonnene Käse werde von allen, die er gewonnen habe, „am besten schmecken“.
Es folgten weitere Rennen, unter anderem nur mit Frauen, nur mit Kindern sowie mit Frauen und Männern den Berg hinab. Auch für Anderson gab es noch etwas zu feiern: Bei den Kindern gewann sein elfjähriger Sohn William.
Teilnehmer riskieren schwere Verletzungen
Den Zweikampf von Kopke und Anderson beschrieb die Nachrichtenagentur PA in diesem Jahr so: „Beide Männer riskierten Knochenbrüche und schwere Verletzungen, als sie sich gemeinsam mit etwa zwei Dutzend Draufgängern einen steilen Hügel hinunterstürzten – beim jährlichen, todesmutigen Käserennen in Gloucestershire.“
Die offizielle Veranstaltung wurde vor einigen Jahren, als Tausende Besucher gekommen waren, aus Sicherheitsgründen eingestellt. Seitdem wird das Rennen inoffiziell veranstaltet. Der BBC zufolge ziehen sich Menschen bei dem Wettbewerb immer wieder Verletzungen zu.
Käserennen bei Rekord-Temperaturen
Tatsächlich hat das Rennen in Brockworth, südlich von Birmingham, eine lange Tradition. Eine Annahme ist, dass es auf ein heidnisches Frühlingsfest zurückgehen könnte. In diesem Jahr fand die Veranstaltung bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius statt. Dem Wetterdienst „Met Office“ zufolge war der Montag der heißeste Tag im Mai seit Beginn der Aufzeichnungen. Am Londoner Flughafen Heathrow wurden am Mittag 33,5 Grad Celsius gemessen.
Mit Informationen von dpa