Handballer Moritz Sauter vom HSV Hamburg beim Wurf

AUDIO: HSV Hamburg verliert gegen Göppingen deutlich (1 Min)

Stand: 25.05.2026 22:02 Uhr

Der HSV Hamburg hat sein Auf und Ab in der Handball-Bundesliga fortgesetzt. Beim 28:34 (13:16) gegen Frisch Auf Göppingen an Pfingstmontag klappte kaum etwas. Dabei feierte ein Publikumsliebling nach langer Pause sein Comeback.

von Florian Neuhauss

Bei hochsommerlichen Temperaturen an Alster und Elbe waren in der großen Halle viele Plätze leer geblieben. Nur 4.165 Fans hatten den Weg in die Arena im Volkspark gefunden – und bekamen aus Sicht ihres Teams allenfalls zeitweise guten Handball geboten. Der Rückstand betrug zwischenzeitlich neun Tore. Die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen enttäuschte beim letzten Saisonspiel in der großen Halle mit der insgesamt achten Heimniederlage.

Nach langer Verletzungspause gab Casper Mortensen sein Comeback. Der 36-Jährige verlässt die Hamburger nach fünf Jahren nach der Saison und kehrt in seine dänische Heimat zurück. Es bleiben ihm noch zwei Spiele für einen gebührenden Abschied. Gegen Frisch Auf gelang ihm gerade einmal ein Treffer (per Siebenmeter).

Ein Handball liegt im Tornetz.

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HSVH tut sich im ersten Abschnitt sehr schwer

Dabei hatte der HSVH großen Anteil an einer zunächst spektakulären und temporeichen Partie mit sehenswerten Toren gehabt. Die Uhr zeigte noch keine fünf Minuten an, da hatten beide Teams schon vier Treffer erzielt. Besonders schön war der schnelle Spielzug zum 4:3 von Andreas Magaard am Kreis.

Doch danach riss der Faden, vor allem bei den Gastgebern. Mehr als acht Minuten blieben sie in Folge ohne eigenen Treffer. Allerdings stand die eigene Abwehr und auch Keeper Robin Haug war früh im Spiel. So bedeutete der Treffer von Jakob Lassen in der 13. Minute das 5:6.

Tore für Hamburg: Bo Andersen (5/2 Siebenmeter), Magaard (5), Sauter (4), Arenth Lassen (3), Jörgensen (3), Apelt (3), Gadza (2), Kofler (1), Olafsson (1), Mortensen (1/1)
Tore für Göppingen: ten Velde (7/2), Persson (7), Newel (6), Jurmala Aström (4), Herberger (3), Lastro (3/1), Neudeck (2), Goßner (1), Sunnefeldt (1) für Göppingen
Strafminuten: 6 / 8
Zuschauer: 4.165

Tore blieben im weiteren Verlauf Mangelware. Doch das Spiel der Göppinger wirkte insgesamt variabler und zielstrebiger. Vor allem Elias Newel bereitete der Hamburger Defensive Probleme. Rutger ten Velde erzielte per Siebenmeter das 11:8 für die Gäste (21.). Bei einem weiteren Strafwurf des Niederländers war Torwart Mohamed El-Tayar zur Stelle – und verhinderte den Fünf-Tore-Rückstand (9:13/25.).

Nur Jungspund Apelt weiß zu überzeugen

Ein richtiger Faktor waren die Keeper des HSVH aber nicht, Göppingens Kristian Saeveras knackte derweil seinen Saisonrekord. Der Norweger hielt überragend. Und so gelang Erik Persson kurz nach der Pause doch die Fünf-Tore-Führung für FA (18:13/34.). Nur sieben Minuten später waren es schon neun Tore (23:14).

Die Gäste nutzten die Fehler des Gegners eiskalt, die Hamburger machten es ihnen aber auch zu leicht. Der HSVH war in dieser Phase schlicht überfordert. Die torlose Zeit der Hausherren endete erst nach sieben Minuten, als Göppingen zwei Zeitstrafen gleichzeitig absitzen musste (42./15:23).

Aber: Jetzt hatten die Hamburger nichts mehr zu verlieren – und meldeten sich auf einmal zurück. Jungspund Xavier Apelt feierte seine Torpremiere (16:23/43.). Wobei sein zweites Tor, per sehenswertem Leger, noch mehr Applaus bekam und auch dem U19-Spieler ein breites Lächeln ins Gesicht zauberte (19:25/48.). Doch dichter als bis auf drei Tore kamen die Gastgeber nicht mehr heran. Das Tempo ihres Zwischenspurts – mit einer sehr hohen Verteidigung – konnten sie nicht halten. Die Niederlage war am Ende auch in der Höhe verdient.