Auch 33 Hitzegrade reichten nicht, um die Fußball Landesligisten Union Schafhausen und den SV Eilendorf vom Toreschießen abzuhalten. Am Ende gewannen die Gäste aus Eilendorf verdient mit 4:2, nachdem sie schon zur Pause 2:1 geführt hatten.
Frühe Tore
So mancher der Zuschauer war noch nicht aus seinem schattigen Plätzchen ans „Tageslicht“ gekommen, da stand es im Stadion am Kuhlert bereits 1:1. Den Auftakt mit einem schnellen Tor machten die Gastgeber. In der 4. Minute entwich der Unioner Leon Valicek den Eilendorfern und schoss aus zwölf Metern zum 1:0 ein. Für SV-Torwart Paul Schulz gab es keine Abwehrmöglichkeit.
Der Gast vom Aachener Stadtrand ließ sich dadurch aber nicht beirren und glich bereits in der achten Minute aus. Ein cleveres Zuspiel von links von Kian Suleimankhani schoss Tobias Knoben aus kurzer Distanz zum Ausgleich ins Netz. Eilendorf erwies sich über die gesamten 90 Minuten als mitspielende Mannschaft, die auch in den meisten Phasen etwas intelligenter als die Schafhausener operierte. Das 2:1 für Eilendorf deutete sich schon an, als Soleimankhani einen Heber aufs Tor setzte, der aber von der Linie (15.) geköpft wurde. Erneut Soleimankhani als „Unruhestifter“ auf der linken Seite leitete die nächste SVE-Chance ein. Sein Zuspiel in den Fünfmeterraum wurde von drei Mannschaftskameraden verfehlt. „Ich glaube, wir haben sechs bis acht Torchancen liegen gelassen“, zählte SVE-Trainer Jasmin Muhovic nach.
Dazu durfte sich Justus Schulte nicht zählen. Der Mittelfeldspieler machte in der 27. Minute mit einem präzisen 18-Meter-Schuss das 2:1 für den Gast. Es hätte durchaus 3:1 stehen können, wenn Said Tchacoura seine Riesenchance (33.) versenkt hätte. Der Stürmer traf aber nur den Pfosten. Derweil war den Schafhausenern anzumerken, „dass wir jede Menge Spieler ersetzen müssen, die verletzt sind“, klagte Trainer Jörg Halfenberg. Der Gast behielt auch für den Rest der ersten Halbzeit das Heft vollkommen in der Hand. Tim Beckers (42.) traf nur das Außennetz.
Gemessen an der quirligen ersten Halbzeit ging es nach dem Seitenwechsel zunächst ereignislos zu. In der 78. Minute wechselte Muhovic den A-Jugendlichen Maurice Dörfler ein. 60 Sekunden später traf er zum 3:1 (79.). Schon im Gegenzug verkürzte Vincent Reinold auf 2:3 (80.). Dann foulte Yves Henkens im Getümmel und bekam dafür Gelb-Rot. Den fälligen Elfmeter konnte Knoben nicht einschießen, Torwart Michael Singh hielt. Den Schlusspunkt zum 2:4 setzte Ezekiel Agyei (90.). „Ich bin total happy. Wir haben jetzt den siebten Sieg im achten Spiel geschafft“, sagte Muhovic. Dagegen ärgerte sich Halfenberg über die unglückliche Gegentore.
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