Militärblogger warnt
Ukrainische Drohnen treffen Russlands Lebensader im Süden
26.05.2026 – 10:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Russische Militärübung in Saporischschja: Die ukrainische Armee setzt zunehmend die Versorgung unter Druck. (Quelle: IMAGO/Alexander Polegenko/imago)
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Ukrainische Drohnen setzen Russlands Nachschub im Süden zunehmend unter Druck. Selbst russische Militärblogger warnen inzwischen vor Problemen an der Front und gefährdeten Versorgungswegen zur Krim.
Die russischen Streitkräfte befinden sich offenbar vor einer zunehmend schwierigen Lage für im Süden der Ukraine. Besonders im Raum Kamenskoje im Gebiet Saporischschja hätten ukrainische Einheiten in den vergangenen Wochen Geländegewinne erzielt und russische Truppen an mehreren Abschnitten zurückgedrängt, warnt der russische Militärblogger Rybar. Nahezu alle Gebietsgewinne der russischen Offensive seit Anfang 2025 seien dort demnach wieder verloren gegangen.
Zudem bestehe das Risiko weiterer ukrainischer Vorstöße im Abschnitt Kamenskoje-Schtscherbaki. Die Lage in diesem Bereich bleibe schwierig, auch wenn russische Stellen die Probleme inzwischen erkannt hätten, schreibt Rybar auf seinem Telegram-Kanal.
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Drohnenangriffe treffen Städte und Versorgungslinien
Nach Angaben des Militärbloggers hat zugleich die Zahl ukrainischer Drohnenangriffe im Süden deutlich zugenommen. Besonders betroffen seien Orte wie Kamenka-Dneprowskaja, Wodjanoje und Enerhodar. Lokale Kanäle berichteten demnach inzwischen im Abstand von 20 bis 30 Minuten über neue Attacken. Dabei gebe es Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung.
Auch Mitarbeiter des Kernkraftwerks Saporischschja seien laut Angaben des Betreibers Ziel von Angriffen geworden. Rybar sieht darin womöglich Vorbereitungen für einen begrenzten Vorstoß oder einen Ablenkungsangriff im Gebiet des ehemaligen Kachowka-Stausees. Ein Verlust des Kernkraftwerks müsse aus russischer Sicht verhindert werden, da die Anlage militärisch nur schwer zurückzuerobern wäre und wegen der sensiblen Infrastruktur kaum aus der Luft angegriffen werden könne.
Wichtige Nachschubroute zur Krim unter Druck
Besonders alarmierend ist aus Sicht russischer Militärblogger die Lage bei der Versorgung der Südfront. Ukrainische Drohnenangriffe auf Transportfahrzeuge hätten den Warenverkehr auf der Landroute zur Krim sowie in die besetzten Teile der Regionen Cherson und Saporischschja deutlich erschwert. Auf der Krim drohten laut Rybar Engpässe bei einzelnen Produkten, zudem werde Treibstoff teilweise nur noch eingeschränkt verkauft.
Auch andere Berichte deuten darauf hin, dass ukrainische Angriffe die russische Logistik zunehmend treffen. Demnach richten sich die Attacken unter anderem gegen Fahrzeuge auf der Autobahn M14, die über Mariupol, Berdjansk und Melitopol zur annektierten Krim führt. Die Strecke gilt als eine der wichtigsten russischen Versorgungsrouten im Süden. Über sie werden Munition, Treibstoff und militärisches Material transportiert.
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