
Die EU-Länder fordern härtere Handelsmaßnahmen gegen China. Foto: Getty Images.
Laut inoffiziellen Dokumenten vom 25. Mai fordert die von Frankreich angeführte Ländergruppe die Europäische Kommission auf, den Einsatz von Zöllen auszuweiten, Antidumpinguntersuchungen zu verstärken und neue Instrumente zur Handelsverteidigung zu entwickeln. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der EU-Strategie zur Bekämpfung des zunehmenden Wettbewerbsdrucks aus Peking.
Obwohl China nicht direkt genannt wird, deutet das Dokument darauf hin, dass einige wichtige Handelspartner das multilaterale Handelssystem untergraben, zusätzliche Handelsbarrieren errichten und großflächige Überkapazitäten schaffen, was die europäische Industrie stark beeinträchtigt.
Die Gruppe der fünf Länder schlug vor, dass die EU bei Anzeichen weitverbreiteter Marktstörungen proaktiver sektorspezifische Handelsschutzuntersuchungen einleiten müsse. Gleichzeitig wurde Brüssel dringend aufgefordert, seine Bemühungen zu verstärken, Handelsverstöße der Welthandelsorganisation (WTO) vorzulegen und die Ressourcen seiner Untersuchungsorgane aufzustocken.

Brüssel wurde dringend aufgefordert, Handelsverstöße verstärkt der Welthandelsorganisation (WTO) vorzulegen. Foto: Reuters.
Ein wichtiger Punkt ist der Vorschlag, „ wirtschaftliche Sicherheit“ als Kriterium für die Anwendung handelspolitischer Schutzmaßnahmen einzubeziehen. Laut den beteiligten Ländern wird dieser neue Ansatz der EU helfen, ihre Produktionskapazitäten in strategischen Sektoren zu schützen, kritische Lieferketten aufrechtzuerhalten und die industrielle Basis des Blocks zu stärken. Darüber hinaus schlägt das Dokument eine Gesetzesänderung vor, um zu verhindern, dass ausländische Unternehmen EU-Untersuchungen umgehen, und um die direkte Anwendung von Ausgleichszöllen auf Unternehmen zu ermöglichen, anstatt sie wie bisher nur auf Länder oder bestimmte Waren anzuwenden.
In diesem Zusammenhang rief der französische Präsident Emmanuel Macron die EU dazu auf, sich an der US-amerikanischen Strategie zum Schutz strategischer Industrien vor globalem Wettbewerb ein Beispiel zu nehmen. Er betonte, dass das globale Handelsungleichgewicht, insbesondere der sprunghafte Anstieg der Exporte aus China, ein zentrales Thema des G7-Gipfels am 15. Juni in Évian-les-Bains sein werde.
Thu Uyen
Quelle: Politico.
Quelle: https://baothanhhoa.vn/cac-nuoc-eu-keu-goi-ap-dung-bien-phap-thuong-mai-cung-ran-hon-voi-trung-quoc-288941.htm