Hinter der Front

Ukraine greift Kommandozentrale mit „Storm Shadow“ an

26.05.2026 – 13:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Ukraine-Krieg - Marschflugkörper Storm ShadowVergrößern des Bildes

Ein Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow beziehungsweise Scalp (Archivbild). (Quelle: Lewis Joly/AP/dpa-bilder)

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Die Ukraine meldet einen erfolgreichen Angriff mit britischen Marschflugkörpern. Ziel war diesmal eine Kommandozentrale im russisch besetzten Luhansk.

Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben russische Militärinfrastruktur in der russisch besetzen Region Luhansk angegriffen. Mit luftgestützten Marschflugkörpern des Typs „Storm Shadow“ habe man dort erfolgreich einen wichtigen feindlichen Kontroll-, Kommando- und Kommunikationsposten zerstört. Das teilte der ukrainische Generalstab auf Telegram mit. Unabhängig überprüfen lassen sich die Informationen bislang nicht.

Die von Großbritannien gelieferten Marschflugkörper haben eine Reichweite zwischen 250 und 560 Kilometern, je nach Version der Waffe. Sie verfügen über ein fortgeschrittenes Navigationssystem und sind für einen bodennahen Flug designet, was ihre Treffsicherheit hinsichtlich kritischer Ziele erhöht.

Der Angriff zeige, dass kein Posten der russischen Armee auf ukrainischem Boden sicher sei, erklärte der Generalstab. Bereits im März hatte die Ukraine die russische Produktionsstätte „Kremniy EL“ mit „Storm Shadow“-Marschflugkörpern angegriffen. Der russische Mikroelektronikhersteller hätte Elektronik und Komponenten für russische Raketen produziert, so Selenskyj bei einer Videoansprache im März.

Ukraine gelingen mehr Schläge gegen russische Infrastruktur

Die Ukraine greift regelmäßig militärische Infrastruktur weit hinter der Front an und setzt dabei verstärkt auf Mittelstreckendrohnen wie die „Hornet“. Zuletzt kursierten zahlreiche Bilder und Videos in sozialen Netzwerken, die zerstörte Lastwagen, Militärfahrzeuge und Wracks auf Fernstraßen in russisch besetzten Gebieten zeigen sollen. Betroffen ist unter anderem die Autobahn M-14, die als zentrale Nachschubroute der russischen Südfront für Munition, Treibstoff und militärisches Material gilt.

Am Montag veröffentlichte das 1. Asow-Korps der ukrainischen Nationalgarde neue Aufnahmen, die Drohneneinsätze entlang der Straßen Mariupol–Taganrog und Mariupol–Wolnowacha in den russischen besetzten Gebieten zeigen sollen. Auch russische Militärblogger warnen inzwischen davor, dass ukrainische Angriffe auf russische Logistik die Versorgung der Südfront gefährden.