Ein Traum wird wahr
Vogels große Stunde schlug ein paar Stunden später, als er sich mit United Touch S einen Lebenstraum erfüllte, indem er erstmals den Großen Preis von Aachen für sich entschied. Ein Triumph, der nicht nur an Prestige schwer wiegt, sondern auch beim Preisgeld. Denn neben 450.000 Euro Siegprämie kassierte Vogel weitere 500.000 Euro für seinen zweiten Sieg in Folge im Rolex Grand Slam. Im März hatte er die Dutch Masters gewonnen, in Spruce Meadows im September hat er nun als zweiter Reiter der Geschichte die Chance, Grand-Slam-Champion zu werden.
Die Entscheidung um den Sieg im Großen Preis fiel mit drei Paaren im Stechen. Sophie Hinners (GER) und Iron Dames Singclair eröffneten und legten eine fehlerfreie Runde hin. Danach ritt Richard Vogel ein und pulverisierte ihre Zeit – um mehr als sechs Sekunden.
Als Schlusspaar gingen der Argentinier José María Larocca und Finn Lente ins Stadion. Sie blieben ebenfalls fehlerfrei, konnten Vogel und United Touch mit ihren 47,36 Sekunden aber nicht gefährden.
„Ich bin sonst nicht so emotional. Doch Aachen ist mein absolutes Lieblingsturnier. Das Publikum feiert uns und gibt den Pferden und den Menschen wirklich Flügel. Sie feuern uns so sehr an. Das lässt auch die Pferde solche Spitzenleistungen bringen“, bedankte sich Richard Vogel beim Aachener Publikum.