Mit verstärkten Kontrollen ist das Ordnungsamt am Pfingstwochenende gegen illegales Grillen an mehreren Duisburger Seen vorgegangen. Hintergrund waren die hohen Temperaturen und die steigende Waldbrandgefahr.
Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, kontrollierte das Ordnungsamt zwischen Samstag, 23. Mai, und Montag, 25. Mai, unter anderem am Toeppersee, Uettelsheimer See, im Meidericher Stadtpark sowie an der Masurenallee (nahe des Masurensees). Dabei wurden insgesamt 58 Verwarngelder ausgesprochen. In 32 Fällen wurde außerhalb der Grillflächen gegrillt, dazu kamen Verstöße, etwa weil auf Spielplätzen geraucht wurde oder der Müll auf den Grünflächen liegen blieb.
Auch zehn Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet, unter anderem wegen offenen Feuers in Landschaftsschutzgebieten oder Grillens außerhalb der erlaubten Zonen. Nach Angaben der Stadt führten die Einsatzkräfte außerdem fast 300 präventive Gespräche.
Und auch der Verkehr stand im Fokus. Die Verkehrsüberwachung registrierte insgesamt 284 Halt- und Parkverstöße in der Nähe der Ufer und Parks. Die Stadt wertete den Einsatz während der Feiertage trotzdem insgesamt als ruhig.
Zugleich warnt die Stadt erneut vor der steigenden Waldbrandgefahr. Der Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdienstes liegt derzeit bei Stufe 3 und könnte in den kommenden Tagen auf Stufe 4 steigen. Ab dieser Stufe ist Grillen im öffentlichen Raum grundsätzlich verboten – auch auf ausgewiesenen Grillflächen. Unabhängig davon gilt außerhalb der offiziellen Grillzonen ohnehin ganzjährig ein Grillverbot.
Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 5000 Euro geahndet werden, in schweren Fällen sind sogar bis zu 25.000 Euro möglich.
Der Rat der Stadt hatte sich zuletzt auf neue Regeln beim Grillen auf öffentlichen Flächen verständigt. Dabei soll es striktere Regeln geben und die Flächen, in denen das Grillen in der Öffentlichkeit erlaubt ist, verkleinert werden. Zuletzt hatten sich Anwohner in der Nähe der Seen immer wieder über zu laute Gruppe beklagt, die auf den Wiesen grillen.