Zehntausende Musikfans

Nürnberg wird zum Rock-Hotspot: Wie viel kosten die Hotels?

27.05.2026 – 11:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Hotel-Schriftzug (Symbolbild): Ein Mann hat in Nürnberg unbemerkt ein geschlossenes Hotel bewohnt.Vergrößern des Bildes

Ein Hotel-Schriftzug in Nürnberg (Symbolbild): Wenn Rock im Park in der Stadt ist, gehen die Preise nach oben. (Quelle: IPA Photo/imago-images-bilder)

Vorlesen

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

1x

Jetzt neu bei t-online:

Schriftgröße anpassen!

Artikel teilen

Rund 80.000 Besucher kommen zu Rock im Park nach Nürnberg. Das Festival ist ausverkauft – die Hotels sind es längst. Wer noch ein Zimmer braucht, zahlt Festivalpreise.

Linkin Park, Iron Maiden und Limp Bizkit spielen am Dutzendteich, das Festival ist seit Wochen ausverkauft. Nürnberg steckt von Donnerstag bis Montag im Ausnahmemodus.

Wer campt, hat es leichter: Zeltplatz und Nahverkehr stecken im Ticket. Doch der Anteil der Besucher, die ein Bett einem Schlafsack vorziehen, wächst. Für die ist es gerade doppelt schwierig.

Hotels bei Rock im Park ausgebucht

Die Hotels rund ums Gelände – Hilton und Mercure an der Messe – sind seit Wochen oder Monaten vergeben. Wer jetzt noch buchen will, landet in der Innenstadt, an den Stadträndern, oder er findet schlicht nichts mehr.

Und dann der Preis. Der Juni ist in Nürnberg ohnehin der teuerste Monat: Laut dem Vergleichsportal momondo zahlt man dann im Schnitt rund 166 Euro pro Nacht, gut 30 Prozent mehr als im Jahresmittel. Am Festivalwochenende zieht das noch einmal an. Wer Glück hat und noch ein Hostelzimmer findet, kommt regulär ab rund 40 Euro weg; die besseren Häuser liegen jenseits der 280 Euro. Gäste berichten in Bewertungsportalen, dass Hotels, die sonst knapp unter 100 Euro kosten, an solchen Wochenenden plötzlich 200 Euro oder mehr aufrufen. Feste Festivaltarife gibt es nicht – die Preise folgen der Nachfrage, und zwar täglich.

Dabei freut sich die Stadt. Laut Aussagen der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg (CTZ) von 2025 steigt die Hotelauslastung am Festivalwochenende auf rund 75 Prozent – an normalen Wochenenden liegt sie bei etwa 55. Viele reisen schon am Vortag an oder bleiben bis Montag, was der Hotellerie und dem Gastgewerbe in der gesamten Region zugutekommt. Genaue Umsatzzahlen veröffentlicht die CTZ nicht – Essen, Trinken, Transport und Shopping zählt sie aber ausdrücklich zu den Gewinnern.

Ein letzter Tipp: Das Festivalticket gilt im gesamten Nürnberger Nahverkehr kostenlos. Ein Zimmer am Hauptbahnhof oder an einer Tramlinie ist günstiger als eines direkt am Gelände – und pünktlich am Zeppelinfeld ist man trotzdem.