1. Google unter Druck: Kampf um wertvolle Suchdaten in der EU

    • Was die Kommission verlangt

  2. Tückisches Datenschutzargument

  3. Was auf dem Spiel steht

Wer bei Google sucht, verrät dabei eine Menge über sich: wo er lebt, welche größeren Investitionen er plant, an welcher Krankheit er leidet. Außerdem fallen Datenmuster an, etwa Abfragefrequenz, Aufrufe von Links oder Verweildauer. Sie sind ein wesentlicher Rohstoff, mit dem Google seine Suchmaschine optimiert. Andere Suchanbieter haben diesen Rohstoff nicht.

Seit Mai 2023 gilt in der EU das strenge Wettbewerbsrecht des Digital Market Acts (DMA). Und seit März 2024 muss Google als einziger designierter Gatekeeper im Bereich der Suche die Pflicht aus Artikel 6(11) DMA erfüllen: Auf Anfrage muss das Unternehmen Ranking-, Anfrage-, Klick- und Anzeigedaten an Dritte weitergeben – zu fairen, angemessenen und nichtdiskriminierenden Bedingungen.

Seither hat Google drei Compliance-Berichte eingereicht, ein Lizenzierungsmodell vorgestellt und zwei Workshops mit Konkurrenten und der Kommission veranstaltet. Das Ergebnis war allerdings jedes Mal dasselbe: Die Mitbewerber erklärten die angebotenen Daten für weitgehend wertlos und zu teuer, Google bestand auf seiner Umsetzung.

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