Wenn es im Zusammenhang mit der Ukraine eine gute Nachricht gibt, dann ist es die, dass die Spendenbereitschaft für die Menschen in dem kriegsgeschundenen Land hoch ist: Am Pfingstmontag ist daher ein weiterer Hilfstransport von Bad Säckingen aus nach Lwiw (das frühere Lemberg) gestartet.

Am Hochrhein haben sich neben anderen Initiativen die Bad Säckinger Stadtgliederung der Malteser und Pater Christoph Eichkorn, Kooperator der Kirchengemeinde An der Wutach, der Ukraine-Hilfe gewidmet. Der Pater ist es auch, der mit dem Beifahrer Alexander Kussy die zweitägige Reise in die Westukraine angetreten hat und dort eine Woche bleiben wird.

Nicht der erste Hilfstransport

Begonnen hatte die Ukraine-Hilfe der Bad Säckinger Malteser in der Weihnachtszeit, als ein Helfer auf privater Basis mit einem Transportwagen in die Ukraine fuhr. Im März organisierte die Stadtgliederung dann in Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Spedition einen großen Hilfstransport mit einem 40-Tonner, der vorwiegend Güter aus dem St. Marienhaus geladen hatte: Memehrls ein Dutzend Betten, Matratzen, Küchengeräte, Kochgeschirr und medizinisches Material aller Art sowie Kleidung. Das St. Marienhaus benötigte die Güter nicht mehr, denn die Bewohner waren in den neu eingerichteten Gesundheitscampus umgezogen.

Ziel ist die Stadt Lwiw

Dank der Zeitungsberichte gingen daraufhin bei der Stadtbeauftragten Magdalena Freifrau von Schönau so viele Hilfsgüter ein, dass Pater Christoph Eichkorn den Kleinlaster mühelos bestücken konnte. Am Freitag brachte Georg Freiherr von Schönau einen Kombiwagen voll mit den dringend benötigten Hygieneartikeln vorbei. Im St. Marienhaus waren Pater Christoph Eichkorn, Roland Weber, Joachim Wunderle und Tom Ruf damit beschäftigt, den Kleinlaster zu beladen. Das war keine ganz einfache Aufgabe, denn die beiden Pflegebetten mussten erst auseinandermontiert werden, um überhaupt Platz in dem überschaubaren Gefährt zu finden.

Ziel der Reise war die römisch-katholische Diözese in Lwiw. Von dort aus wird die ortsansässige Caritas die Güter in den Osten des Landes bringen, wo unzählige Binnenflüchtlinge versorgt werden müssen. Pater Christoph Eichkorn kann auf ein verlässliches Netzwerk vor Ort bauen, denn er hat seit Ostern 2022 gute Kontakte in die Ukraine. „Wir haben damals in den Gemeinden viele Geflüchtete aufgenommen.“ Seither fährt er jährlich zwei- bis dreimal den weiten Weg. „Dies dürfte schon das zehnte Mal sein, und es wird in diesem Jahr wohl noch eine weitere Fahrt geben.“