Newsblog zur US-Politik

USA verprellen offenbar russischen Top-Diplomaten

27.05.2026 – 13:27 UhrLesedauer: 3 Min.

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Russlands stellvertretender Außenminister Alexander Alimov (Archivbild): Die USA verweigern ihm die Einreise. (Quelle: IMAGO/Vladimir Gerdo/imago)

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USA verweigern einem russischen Diplomaten offenbar die Einreise für eine UN-Sitzung. In Texas setzt sich ein Trump-Kandidat durch. Alle Entwicklungen im Newsblog.

USA verweigern russischem Diplomaten offenbar Visum für UN

Die USA haben einem hochrangigen russischen Diplomaten offenbar die Einreise verweigert. Der stellvertretende Außenminister Alexander Alimow habe kein Visum erhalten, um an einer offenen Debatte des UN-Sicherheitsrats teilzunehmen, sagte Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja am Dienstag.

Alimow sei von Chinas Außenminister Wang Yi zu der Sitzung eingeladen worden. China hat seit dem 1. Mai turnusgemäß den Vorsitz im Sicherheitsrat inne. Moskau wertet die Entscheidung daher „nicht nur als Verletzung der Verpflichtungen Washingtons“, sondern auch als „eklatante Missachtung der chinesischen Präsidentschaft“, sagte Nebensja.

Eigentlich sind die USA durch das UN-Hauptquartiersabkommen von 1974 völkerrechtlich dazu verpflichtet, Vertretern von UN-Mitgliedsstaaten die Einreise zu ermöglichen. Bislang stammen die Berichte aus russischen Quellen, eine Stellungnahme aus Washington gibt es derzeit nicht. In der Praxis nutzen die USA jedoch Ausnahmeklauseln, was immer wieder zu diplomatischen Konflikten führt.

Trump-Kandidat setzt sich in Texas durch

Donald Trump hat sich im republikanischen Machtkampf in Texas durchgesetzt: Generalstaatsanwalt Ken Paxton gewann am Dienstag bei den Vorwahlen die Stichwahl gegen den langjährigen US-Senator John Cornyn. Damit verliert einer der bekanntesten Republikaner im Senat nach mehr als zwei Jahrzehnten seinen Platz auf dem Ticket der Partei. Paxton tritt nun bei den Wahlen im November gegen den demokratischen Abgeordneten James Talarico an. Bei dem Rennen geht es um einen der zwei Sitze von Texas im US-Senat.

Dieser könnte im Kampf um die Mehrheit im Senat wichtig werden. Trump hatte Paxton erst vergangene Woche seine Unterstützung zugesagt. Er nannte ihn einen „echten MAGA-Krieger“ und verschaffte ihm so noch kurz vor der Abstimmung zusätzlichen Rückenwind. Die Niederlage Cornyns gilt als weiterer Erfolg für Trump bei seinem Versuch, Kritiker und weniger loyale Republikaner aus der Partei zu drängen.

Paxton gilt als streitlustiger Trump-Verbündeter. Er hat mehrere Skandale überstanden, darunter ein Amtsenthebungsverfahren 2023, in dem ihm Republikaner wie Demokraten Bestechlichkeit und Behinderung der Justiz vorwarfen. Der texanische Senat verhinderte jedoch, dass er als Generalstaatsanwalt abtreten musste.

Doppel-Niederlage für Trump im Streit über Wahlkreiszuschnitte

US-Präsident Donald Trump hat in seinem Bestreben, in bestimmten Bundesstaaten vor den Kongress-Zwischenwahlen im November die Wahlkreise zugunsten seiner Republikaner zu verändern, eine doppelte Niederlage erlitten. Mehr dazu lesen Sie hier.

US-Präsident Donald TrumpVergrößern des BildesDonald Trump (Archivbild): Kein Erfolg beim Bestreben, die Wahlkreise in zwei Staaten zu seinen Gunsten zu verändern (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa/dpa-bilder)