Jetzt geht es endlich los! Rund zwei Wochen vorm Start der WM kam die deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch in Herzogenaurach zusammen. Und Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) gab da ein personelles Update.
Wichtigste Frage: Wie geht es Manuel Neuer (40)? Der Weltmeister von 2014 ist von Nagelsmann als Nummer eins zurückgeholt worden. Beim DFB-Pokalfinale am vergangenen Wochenende gegen den VfB Stuttgart (3:0) fehlte er allerdings wegen muskulären Problemen in der linken Wade.
Nun sagt Nagelsmann: „Wir haben im Trainerteam entschieden, dass er am Sonntag (vorletzter WM-Test in Mainz gegen Finnland, d. Red.) noch nicht spielen wird. Wir werden noch Ruhe dran lassen. Das war unsere Entscheidung. Und dann werden wir sehen, wie die nächste Woche dann verläuft. Und dann noch ein Update geben, wie es mit dem Spiel gegen die USA aussieht. Aber jetzt beim Finnland-Spiel macht es aus meinen Augen keinen Sinn, da jetzt unnötig das Spiel zu machen. Da wird Oli (Baumann, d. Red) spielen, er wird es gut machen, wird ein gutes Spiel machen.“
Ist Neuers Einsatz auch für den WM-Start gefährdet? Nagelsmann beruhigt: „Eine kleine Erhärtung birgt immer ein kleines Restrisiko. Aber es gibt keinen Grund zur Sorge. Wenn man ihn fragt, wird er sich immer reinstellen. Aber ich versuche, einen Weitblick zu haben.“
Das sagt Rudi Völler über die Neuer-Rückkehr
Wie lief die Neuer-Rückkehr in den Kreis der DFB-Elf? Nagelsmann: „Manu kennt ja alle, er kennt das Trainerteam, er kennt alle Spieler. Er ist jetzt kein Neuling, sondern ein Rückkehrer. Mit Manu sind wir besser als ohne Manu. Wir sind immer sehr froh, dass er dabei ist und uns hilft und nochmal für Deutschland spielt.“

Manuel Neuer feierte am Wochenende den Pokalsieg mit dem FC Bayern – fehlte im Finale aber verletzt
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Sportdirektor Rudi Völler (66) sagte über die Entscheidung, Neuer zurückzuholen und Oliver Baumann (35/Hoffenheim) zur Nummer zwei zu machen: „Ich kann es nur wiederholen: Man kann es nicht allen recht mache. Manchmal hört es sich kommunikativ etwas holprig an. Der Auftritt von Julian im Sportstudio war auch schwierig, weil er nichts sagen konnte. Normal ist er rhetorisch ja sehr stark. Er hätte auch sagen können: Ich gehe nicht ins Sportstudio. Aber er stellt sich, obwohl er weiß, dass es etwas holprig werden kann. Das macht ihn sympathisch, deswegen mag ich ihn und deswegen werden wir auch eine gute WM spielen.“
Am Donnerstag geht es für die DFB-Elf erstmal auf den Trainingsplatz – noch ohne Neuer …