Die Reaktion nach dem Angriff auf das queere Zentrum in der Gladbacher Innenstadt war deutlich: unmittelbar Kostenpflichtiger Inhalt Solidaritätsbekundungen von vielen Seiten, eine Kostenpflichtiger Inhalt Mahnwache mit Hunderten Teilnehmenden ein paar Tage später. Jetzt folgt ein Solidaritätskonzert, das seine Botschaft im Titel hat: „Gladbach bleibt stabil“. Die Veranstaltung soll ein weiteres sichtbares Zeichen sein. „Das war nicht nur ein Angriff auf das queere Zentrum, sondern einer auf die gesamte Stadtgesellschaft“, erklärt Andreas Ochotta vom Club Projekt 42, in dem das Konzert mit drei Bands gegeben wird.

In der Nacht zum 14. April hatten Unbekannte die Scheiben des queeren Zentrums an der Wallstraße eingeschlagen und die Eingangstür mit einem Hakenkreuz sowie dem Satz „Wir kommen“ beschmiert. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall.

Drei Bands, ein DJ und Karaoke

Nach dem Angriff hat Club-Betreiber Ochotta mit Heike Kivelitz und Christian Ibels vom queeren Zentrum die Idee eines Benefizabends entwickelt. Der startet am Freitag, 29. Mai, ab 19 Uhr an der Waldhausener Straße 42. Der Eintritt kostet zehn Euro. Die kompletten Eintrittseinnahmen werden an den Verein „Queers an der Niers“ gespendet, kündigen die Organisatoren an. Die Veranstaltung selbst sei durch Unterstützung von Sponsoren vollständig finanziert.

Drei Bands spielen an diesem Abend live: „WirSindBaend“ (Kostenpflichtiger Inhalt aus Korschenbroich), „Chinchillaz mit Cello“ (Viersen) und das Duo von „Betrayers of Babylon“ (Essen). Zusätzlich legt DJ Fabibi auf, es gibt moderierte Live-Karaoke und einen Raum für Begegnung und Austausch. Es solle ein Abend geschaffen werden, der Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenbringt, heißt es in der Ankündigung. Ziel sei es zudem, ein deutliches Zeichen zu setzen und deutlich zu machen, „dass Einschüchterung, Hass und rechte Gewalt nicht unbeantwortet bleiben dürfen“, wie es weiter heißt.