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Los Angeles – Drei Jahre und fünf Monate Haft für Matthew Perrys (†54) Ex-Assistenten! Kenneth Iwamasa (59) wurde am Mittwoch in Los Angeles zu einer Gefängnisstrafe verurteilt – weil er dem „Friends“-Star mehrfach Ketamin gespritzt hatte. Der Hollywood-Star starb 2023 an einer Überdosis im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles.
Iwamasa war der letzte von fünf Angeklagten im Zusammenhang mit dem Tod des Schauspielers, der am 28. Oktober 2023 leblos im Wasser seines Anwesens im Stadtteil Pacific Palisades gefunden wurde. Die Gerichtsmediziner stellten später fest: Es war eine versehentliche Überdosis Ketamin.
„Er hat ihn im Stich gelassen“
Besonders bewegend: die Worte von Perrys Halbschwester Madelina Morrison im Gerichtssaal. Sie schreibt laut „NBC“ in einer Opfererklärung: „Euer Ehren, Sie haben gefragt, wer mehr Schuld trägt: die Drogendealerin, die die Drogen geliefert hat, die meinen Bruder töteten, oder der sogenannte loyale Assistent, der die Drogen um jeden Preis besorgte, ihm eine tödliche Dosis injizierte und ihn zum Sterben zurückließ. Ich denke, man kann sich vorstellen, wie meine Antwort lautet.“

Matthew Perry wurde nur 54 Jahre alt, starb in seinem eigenen Whirlpool nach einer Ketamin-Überdosis
Foto: imago images/UPI Photo
Morrison wirft Iwamasa Verrat vor. „Kenny hat sogar bei Matthews Beerdigung gesprochen“, schrieb sie. „Die Person, die für den Tod meines Bruders verantwortlich ist, stand auf und sprach zu den Menschen, die ihn am meisten geliebt haben. Das ist wie ein grausamer Witz, mit dem ich bis heute zu kämpfen habe. Er hat meinem Bruder nicht nur das Leben genommen – er hat auch unsere letzten Erinnerungen an den Abschied vergiftet.“
Bereits im August 2024 hatte Iwamasa sich schuldig bekannt – wegen Verschwörung zur Verteilung von Ketamin mit Todesfolge. Er gab zu, Perry mehrfach Ketamin gespritzt zu haben, obwohl er keinerlei medizinische Ausbildung besaß – auch am Tag seines Todes. In den Monaten vor seinem Tod hatte Perry Behandlungen gegen Angstzustände und Depressionen erhalten, darunter Ketamin-Infusionstherapie. Laut Staatsanwaltschaft entwickelte er eine Abhängigkeit und verlangte nach höheren Dosen.

Matthew Perrys Mutter Suzanne (82) und sein Stiefvater Keith Morrison (78) auf dem Weg ins Gericht
Foto: action press
Das US-Justizministerium erklärte, Iwamasa habe gemeinsam mit Jasveen Sangha (41, der sogenannten „Ketamin-Queen“) illegal Ketamin an Perry verteilt.
„Wir haben einem Mann ohne Gewissen vertraut“
Auch Perrys Mutter Suzanne Morrison war beim Prozess am Mittwoch vor Ort. In ihrer Erklärung schreibt sie: „Seine wichtigste Aufgabe war es sicherzustellen, dass Matthew das blieb, was er sein wollte: drogenfrei. Doch statt ihn zu schützen, hat er den Drogenkonsum unterstützt und mehrere Bezugsquellen organisiert.“ Sie betonte, ihr Sohn habe Iwamasa vertraut – und die Familie habe geglaubt, er verstehe Perrys Kampf gegen die Sucht.

Serien-Kult: Perry (damals 32) 2002 in „Friends“ neben Courteney Cox (l., 61, damals 37) und Jennifer Aniston (57, damals 33)
Foto: Getty Images
Doch: „Er hat die Drogen in Matthews Körper gespritzt, obwohl er dafür in keiner Weise qualifiziert war. Er tat es, obwohl jeder sehen konnte, wie offensichtlich gefährlich es war. Und er tat es immer wieder.“ Iwamasa habe sogar darauf bestanden, bei der Beerdigung zu sprechen und sich als „der Gute, der versucht hat, Matthew zu retten“ dargestellt.
„Wir haben einem Mann ohne Gewissen vertraut“, schreibt Morrison weiter. „Und mein Sohn hat den Preis dafür bezahlt.“