Am Spieltag selbst blieb es ruhig. Die Anhänger beider Teams sorgten dafür für eine gewaltige Atmosphäre im Stadion und produzierten eine Lautstärke, die bei Spielen des heimischen Clubs RB Leipzig womöglich noch nie erreicht worden war. Zudem wurden sehenswerte Choreografien ausgerollt.
Großchance durch Mitchell
Das Spiel konnte da lange Zeit nicht mithalten. Zweikämpfe wurden mit hoher Aggressivität geführt, die Laufbereitschaft beider Mannschaften war enorm. Das ging zu Lasten des Spiels. In der ersten Halbzeit gelang weder Palace noch Rayo ein Schuss auf das Tor. Drei Aufreger gab es dennoch. Nach 21 Minuten war Yéremy Pino auf dem Weg zum Rayo-Tor, wurde jedoch von Pathé Ciss gefoult. Schiedsrichter Maurizio Mariani zeigte die Gelbe Karte, auch eine Notbremse wäre allerdings argumentierbar gewesen.
Nach rund 35 Minuten wurde das Spiel für rund drei Minuten unterbrochen. Ein Fan von Vallecano war offenbar eine Treppe hinuntergestürzt und musste medizinisch versorgt werden. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte Palace dann seine Großchance. Adam Wharton flankte aus dem Rückraum in den Strafraum, der völlig frei zum Abschluss kommende Tyrick Mitchell (45.+1) köpfte den Ball jedoch neben das Tor.
Mateta steht richtig
Nach Wiederanpfiff hatte Wharton erneut eine Idee. Statt zu flanken, zog der Nationalspieler aus etwa 20 Meter ab. Rayo-Torwart Augusto Batalla wehrte den Ball nach vorn ab – direkt auf den Fuß von Mateta. Das Tor gab Palace Auftrieb – und Großchancen. Ein Freistoß von Pino (55.) landete erst am linken Pfosten und sprang von da an den rechten. Zwei Minuten später stand Mateta wieder richtig, doch dieses Mal lenkte Batalla den Ball noch um den Pfosten.