Die Fußball-Bundesliga trauert um Gerd vom Bruch, der auch beim Wuppertaler SV seine Spuren hinterlassen hat. Der Siegerländer, der Borussia Mönchengladbach Ende der 1980er Jahre in der Fußball-Bundesliga als Trainer übernommen und vor dem Abstieg bewahrt hat, ist am Freitag im Alter von 84 Jahren gestorben. Beim Wuppertaler SV hatte er am 1. Juli 1992 übernommen, als die Mannschaft gerade in die 2. Liga aufgestiegen war. In 34 Partien holte er mit ihr 39 Punkte, wurde zwölf Spieltage vor Ende der Saison nach zehn sieglosen Spielen in Folge wieder verabschiedet und durch Michael Lorkowski ersetzt, mit dem der WSV den Klassenerhalt in der damals nach der Wende auf 24 Teams aufgeblähten 2. Liga als Tabellen-13. schaffte. Frank Zilles, damals Spieler beim WSV und heute Sportlicher Leiter bei Top-Oberligist Ratingen, erinnert sich gern an von Bruch. „Er war ein liebevoller, lustiger Typ, hat mir damals nach meinem Kreuzbandriss das Vertrauen geschenkt. Ich habe auch später noch immer mal wieder mit ihm telefoniert und mir bei ihm Tpps für meine eigene Trainer-Karriere geholt. Den Trainertyp von Bruch beschreibt er als „zerstreuten Professor“. Thomas Richter, Torwart unter vom Bruch, erinnert sich auch noch an spätere Begegnungen, als vom Bruch Spielberater war und man sich bei Spielen des WSV gegen die U 23 vom Mönchengladbach häufiger sah. gh