Nach Hitzewelle

Starke Gewitter treffen Sachsen – dann folgt die Schafskälte

28.05.2026 – 06:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Gewitter in DresdenVergrößern des Bildes

Blitz über Dresden (Archivbild): Donnerstag und Freitag wird es noch einmal sommerlich warm, dann ziehen Gewitter auf und es wird kühler in Sachsen und der Landeshauptstadt. (Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)

Vorlesen

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

1x

Jetzt neu bei t-online:

Schriftgröße anpassen!

Artikel teilen

Dresden genießt noch Sonne und Wärme bis 30 Grad. Doch Samstag drohen Gewitter mit Hagel. Und dann kann es bitterkalt werden.

Dresden genießt noch einmal sommerliches Wetter: Am Donnerstag scheint bei 22 Grad überwiegend die Sonne, am Freitag steigt das Thermometer laut DWD auf bis zu 30 Grad. Doch die Ruhe ist trügerisch – schon ab dem Wochenende drohen kräftige Gewitter, danach folgt ein deutlicher Temperatursturz.

Wetter in Dresden: Ab Samstag sind Gewitter mit Hagel möglich

In der Nacht zum Samstag ändert sich die Lage schlagartig. Erste Schauer ziehen auf, am Samstag selbst ist es laut DWD stark bewölkt bis bedeckt – mit Schauern und Gewittern bei Höchstwerten zwischen 24 und 27 Grad. wetter.com erwartet für Dresden Böen bis 47 km/h und rund 5,3 Liter Regen pro Quadratmeter.

Die Atmosphäre gerät dabei unter Spannung: Unten drückt feuchte Warmluft, oben liegt kühlere Luft – eine instabile Schichtung, die sich schlagartig in Gewittern entladen kann. „Die Schichtung der Atmosphäre wird labiler, es bilden sich kräftige Quellwolken – und so steigt zur zweiten Wochenhälfte und zum Wochenende hin die Gefahr teils heftiger Gewitter deutlich an. Lokal drohen Starkregen, Hagel und stürmische Böen“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung zu t-online. Auch der DWD prognostiziert: „Lokal Unwetter wahrscheinlich.“

Schafskälte lässt Temperaturen fast halbieren

Der Sonntag bringt zunächst einen freundlicheren Abschnitt, bevor erneut Bewölkung, Schauer und Gewitter folgen. Zum Wochenbeginn erwartet wetter.com für Dresden zeitweise starken Regen bei nur noch 22 Grad.

Nach dem Wochenende stellt sich die Großwetterlage grundlegend um. Die sogenannte Schafskälte kündigt sich an – ein Phänomen, das laut DWD häufig Mitte Juni auftritt und polare Kaltluft ins Land führt. Die Wahrscheinlichkeit für eine unterdurchschnittliche Lufttemperatur liegt zwischen dem 10. und 12. Juni bei 80 Prozent.

Meteorologe Dominik Jung: „Temperaturen halbieren sich nahezu“

Meteorologe Jung rechnet mit einem deutlichen Einbruch: „Die Temperaturen halbieren sich nahezu und gehen auf 15 bis 20 Grad zurück. In den Nächten kann es in ungünstigen Lagen empfindlich frisch werden.“

Ein dauerhaftes Ende des Sommers sei die Schafskälte jedoch nicht, betont Jung. Die Wettermodelle deuteten darauf hin, dass das Hoch im Laufe des Juni wieder an Einfluss gewinne. Es spreche viel für einen „zickzackartigen Verlauf mit einem ständigen Wechsel aus warmen und kühleren Abschnitten“. Die nächste Wärmephase sei „eine Frage der Zeit“.