Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Entscheidung begrüßt, in München ein Bildungszentrum der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu errichten. Es sei eine „Ehre“ für den Freistaat, sagte Söder. „Jüdisches Leben gehört fest zu Bayern. Die Entscheidung zeigt unsere enge Beziehung zur jüdischen Gemeinde und zu Israel.“
Das Bildungszentrum in München soll die erste Einrichtung von Yad Vashem außerhalb Israels werden. Söder sprach von einem wichtigen Zeichen für Erinnerungskultur und Demokratie. Die Verbrechen des Nationalsozialismus dürften sich nie wiederholen. „Dazu braucht es Gedenkstätten wie Yad Vashem, damit niemals vergessen wird, was passiert ist“, sagte der CSU-Chef.
Söder gibt Schutzversprechen ab
Das Prinzip „Nie wieder“ müsse dauerhaft gelten, betonte Söder. „Dafür gebe ich als Ministerpräsident auch persönlich ein Schutzversprechen“, sagte er. Bayern werde für Yad Vashem „ein gutes Zuhause“ sein.
Söder hatte die Holocaust-Gedenkstätte in Israel bereits 2023 besucht. Beim Holocaust wurden bis zu sechs Millionen Menschen von den Nationalsozialisten ermordet. Eine exakte Zahl lässt sich laut Yad Vashem nicht bestimmen. (dpa)